Wald von unkontaktiertem Volk mit Chemikalien besprüht 22 Juli 2011

Tausende Indigene sind durch zunehmende Entwaldung in der Nähe der Madeira-Staudämme bedroht
Tausende Indigene sind durch zunehmende Entwaldung in der Nähe der Madeira-Staudämme bedroht
© Clive W. Dennis

Große Teile eines Waldes im Amazonasgebiet sollen illegal durch chemische Entlaubungsmittel zerstört worden sein, die aus einem Flugzeug versprüht wurden. In der Region leben Berichten zufolge unkontaktierte Indianer.

Die Umweltbehörde IBAMA hatte kürzlich bei einem Überflug eine große Fläche entlaubten Waldes in Brasiliens westlichem Amazonasgebiet entdeckt, die etwa der Größe von 250 Fußballfeldern entspricht.

IBAMA hat die Ursache der Zerstörung nicht bestätigt.

Das Überleben der unkontaktierten Völker, die in der Region vermutet werden, hängt vom Wald ab. Außenstehende dürfen das Gebiet des Jacareuba/Katawixi-Reservates nicht betreten und die Behörden versuchen das Land der Indianer zu schützen.

Durch die Chemikalien könnte die Gesundheit der dort vermuteten indigenen Völker gefährdet sein. Experten haben davor gewarnt, dass die Chemikalien nicht nur für das Sterben des Waldes und die Verseuchung des Bodens verantwortlich ist, sondern auch die dort lebenden Menschen und Tiere vergiften.

Ein Beauftragter der IBAMA erklärte: „Die Bäume werden zu Zahnstochern, die [ohne Blätter] einfacher abzuholzen sind. Es ist die gleiche Methode, die von den Amerikanern während des Vietnamkrieges angewandt wurde, um die Vietnamesen leichter zu finden.“

Seit der Bau der Staudämme am Madeira-Fluss begonnnen hat, hat sich die Entwaldung in dem Gebiet stark erhöht und bedroht die Lebensgrundlage der indigenen Völker.

Anfang des Jahres demonstrierten Survival-Aktivisten in Paris und London zusammen mit indigenen Anführern gegen die Staudämme.

IBAMA hat Berichten zufolge vier Tonnen der Chemikalien sichergestellt, die zur Zerstörung von weiteren 3.000 Hektar Wald eingesetzt werden sollten.

Die brasilianischen Behörden sind für den Schutz des Waldes der unkontaktierten Indianer verantwortlich, damit diese dort ohne äußere Bedrohungen leben können.

 

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