Weltweite Proteste für Land- und Menschenrechte indigener Völker

Ladio Veron, Guarani-Aktivist und Sohn von Marcos Veron, bei einem Event in Madrid (2017)

Ladio Veron, Guarani-Aktivist und Sohn von Marcos Veron, bei einem Event in Madrid (2017)

© Alienor de Sas / Survival

Survival International organisiert anlässlich des „Tages des Indianers“ (19. April) in Brasilien einen globalen Protest gegen die Zerstörung des Landes indigener Völker, ihres Lebens und die Verletzung ihrer Menschenrechte.

Aktionen finden in Berlin, Brasilien, den USA, Spanien, Italien und Großbritannien statt. Unterstützer*innen indigener Völker in Brasilien fordern damit Landrechte für die Guarani und andere indigene Völker.

Die Agrarindustrie hat in Zentral-Brasilien die Guarani von ihrem angestammten Land vertrieben. Viele von ihnen leben heute in Armut am Rand von Autobahnen, müssen verunreinigtes Wasser trinken und unter Zeltplanen überleben. Das Volk hat die weltweit höchste Selbsttötungs-Rate.

Das Guarani-Volk ist entschlossen, für sein Land und seine Rechte zu kämpfen und protestiert regelmäßig.

Das Guarani-Volk ist entschlossen, für sein Land und seine Rechte zu kämpfen und protestiert regelmäßig.
© CIMI Dourados

Die Vereinten Nationen haben ihre Situation als humanitäre Krise beschrieben.

Ladio Veron, ein Guarani-Aktivist, der gegenwärtig in Europa auf die Lage seines Volkes aufmerksam macht, erklärte: „Wir werden uns um jeden Preis widersetzen. Alles was wir noch zu verlieren haben, ist unser Leben.“

Fast täglich werden Guarani von bewaffneten Söldnern eingeschüchtert, die von Landwirten und anderen einflussreichen Akteuren angeheuert werden. Wenn sie versuchen, das Land, dass ihnen nach nationalem und internationalem Recht zusteht, wieder zu besetzen, werden sie oft Opfer von gewaltsamen Angriffen.

Landesweit widersetzen sich indigene Gemeinden einer Welle von Gesetzesänderungen, die von Politiker*innen debattiert werden. Sie könnten anti-indigenen Landbesitzer*innen die Chance geben, die Anerkennung neuer indigener Gebiete zu blockieren sowie bestehende Gebiete aufzuspalten oder an sich zu reißen. Für die indigene Bevölkerung wäre dies fatal und ganze Völker – einschließlich unkontaktierte Völker – könnten ausgelöscht werden.

Survival International hat einen Brief an die brasilianische Botschaft in Berlin überreicht, um die Landrechte der Guarani und weiterer indigener Völker zu verteidigen.

Survival International hat einen Brief an die brasilianische Botschaft in Berlin überreicht, um die Landrechte der Guarani und weiterer indigener Völker zu verteidigen.
© Survival

Survival International führt den globalen Kampf für indigene Landrechte an. Der Diebstahl von indigenem Land zerstört autarke Völker und ihre vielfältigen Lebensweisen. Er verursacht Krankheit, Elend und Selbstmord. Die Belege dafür sind unbestreitbar.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte: „Der Angriff auf brasilianische Indigene ist zurück – mit aller Macht. Indigene sterben, während brasilianische Politiker Soja-Baronen und Viehzüchtern willentlich erlauben, indigene Gebiete zu rauben und zu zerstören. Indigenen Völkern die Kontrolle über ihr Land zu lassen ist der Schlüssel zu ihrem Überleben und Wohlergehen. Wir tun alles in unserer Macht Stehende, um es für sie zu sichern.

Hinweis an die Redaktion: Fotos werden nach den Aktionen hier veröffentlicht.

In London vordern Aktivist*innen die Einhaltung der Rechte indigener Völker in Brasilien.

In London vordern Aktivist*innen die Einhaltung der Rechte indigener Völker in Brasilien.
© Eleanor K. Russell/ Survival

Guarani-Sprecher Ladio Veron führte die Demonstration für die Rechte indigener Völker vor der Botschaft Brasiliens in London an.

Guarani-Sprecher Ladio Veron führte die Demonstration für die Rechte indigener Völker vor der Botschaft Brasiliens in London an.
© Eleanor K. Russell/ Survival

Ladio Veron, Angehöriger der Guarani, überreicht in London einen Brief an die Botschaft.

Ladio Veron, Angehöriger der Guarani, überreicht in London einen Brief an die Botschaft.
© Survival

In London vordern Aktivist*innen die Einhaltung der Rechte indigener Völker in Brasilien.

In London vordern Aktivist*innen die Einhaltung der Rechte indigener Völker in Brasilien.
© Eleanor K. Russell/ Survival

In Spanien fanden ebenfalls Proteste gegen die Zerstörung des Landes der Guarani statt.

In Spanien fanden ebenfalls Proteste gegen die Zerstörung des Landes der Guarani statt.
© Victoria Herranz/Survival

Auch in Barcelona protestierten Unterstützer*innen indigener Völker.

Auch in Barcelona protestierten Unterstützer*innen indigener Völker.
© Victoria Herranz/Survival

Eine Survival-Vertreterin bei der Übergabe eines Protestschreibens in Italien.

Eine Survival-Vertreterin bei der Übergabe eines Protestschreibens in Italien.
© Survival

Proteste für die Rechte indigener Völker vor dem Konsulat Brasiliens in San Francisco, USA.

Proteste für die Rechte indigener Völker vor dem Konsulat Brasiliens in San Francisco, USA.
© Survival

Survival übergibt einen Brief in der brasilanischen Botschaft in Berlin.

Survival übergibt einen Brief in der brasilanischen Botschaft in Berlin.
© Survival

Survival-Unterstützer*innen protestieren für die Rechte indigener Völker in Brasilien.

Survival-Unterstützer*innen protestieren für die Rechte indigener Völker in Brasilien.
© Survival

Auch in der Botschaft Brasiliens in Madrid überreichte Survival zum Dia do Indio ein Schreiben.

Auch in der Botschaft Brasiliens in Madrid überreichte Survival zum Dia do Indio ein Schreiben.
© Survival

Anlässlich anti-indigener Gesetzesvorhaben in Brasilien, gab es rund um die Welt Proteste für die Rechte indigener Völker.

Anlässlich anti-indigener Gesetzesvorhaben in Brasilien, gab es rund um die Welt Proteste für die Rechte indigener Völker.
© Survival