Verwitwete Frauen der Onge haben wieder geheiratet
15 August 2018
© SurvivalVier Frauen des kleinen Volkes der Onge auf den Andamanen hatten in Folge eines tragischen Giftunfalls im Dezember ihre Ehemänner verloren. Jetzt haben alle wieder neu geheiratet.
Die Männer waren gestorben, nachdem sie von einer unbekannten Flüssigkeit getrunken hatten, die in einem Container an den Strand ihres Inselreservats angeschwemmt worden war.
Acht Onge starben, 15 weitere erholten sich nur nach einem längeren Krankenhausaufenthalt. Das Volk der Onge zählt nur noch 92 Personen.
Die vier Hochzeiten fanden in einer gemeinsamen Zeremonie statt. Alle vier Paare haben ein Baby. Ein Onge-Junge wurde am 24. Dezember geboren. Mit ihm wuchs die Zahl der Stammesmitglieder wieder auf 93 an.
Die Onge haben extrem unter der britischen Besatzung der Andamanen im 19. Jh. gelitten. Um 1900 hatte es noch 670 Stammesmitglieder gegeben.
Die benachbarten Jarawa haben dagegen erst seit 10 Jahren vorsichtige Kontakte mit der Außenwelt, während die Sentinelese sich weiterhin jeglicher Kontaktaufnahme verweigern.


