Vietnam kauft umstrittene peruanische Ölfelder

17 Juli 2012

PetroVietnam hat in einer Gegend, wo unkontaktierte indigene Gruppen leben, Ölfelder gekauft © Survival

Diese Seite wurde 2012 erstellt und enthält möglicherweise Formulierungen, die wir heute nicht mehr verwenden würden.

Die vietnamesische Ölgesellschaft PetroVietnam hat Anteile an zwei peruanischen Ölfeldern in einer Region gekauft, von der bekannt ist, dass sie von unkontaktierten indigenen Völkern bewohnt wird.

PetroVietnam hat einen Anteil von 52,6 Prozent an dem anglo-französischen Feld 67 von Perenco und 35 Prozent an Feld 39 des spanischen Unternehmens Repsol erworben. Beide Felder liegen in der Nähe der ecuadorianischen Grenze im peruanischen Amazonasgebiet.

Die europäischen Unternehmen sind weltweit kritisiert worden, weil sie in der Gegend arbeiten, obwohl es Hinweise darauf gibt, dass dort unkontaktierte Völker leben.

Diese könnten aufgrund ihres Mangels an Immunität gegen Krankheiten, die von den Eindringlingen eingeschleppt werden, dezimiert werden, falls die Ölerschließung weitergeht.

Perenco hat eine 200km-Pipeline durch indigenes Territorium geplant, was die Gefahr durch unerwünschten Kontakt erhöht.

Perenco verleugnet die Existenz der unkontaktierten Völker und hat mehrfach einen anthropologischen Bericht als Nachweis angeführt.

Im Mai dieses Jahres hat die britische Zeitung The Guardian jedoch Hinweise veröffentlicht, dass in dem Bericht Material fehlt, dass die Existenz der indigenen Gruppen beweist.

PetroVietnam sieht sich nun peruanischen indigenen Organisationen gegenüber, die fordern, dass die indigenen Völker nicht gestört werden sollen.

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