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Die Enawene Nawe

Neue Dämme geplant

Die Enawene Nawe leben im tropischen Regenwald Brasiliens. Die lokale Regierung will ein Netz von Staudämmen im Gebiet der Enawene Nawe bauen.

Die Indigenen sind gegen die Dämme, da er ihr Wasser verschmutzen wird und den Fisch bedroht, der ein zentraler Bestandteil ihrer Ernährung ist.

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Die Enawene Nawe sind eine der wenigen indigenen Gruppen weltweit, die kein rotes Fleisch essen.

Sie sind im üppigen, artenreichen Regenwald und der Savanne am äußeren Rand des brasilianischen Amazonasbeckens zuhause. Dort finden sie alles, was sie zum Überleben brauchen: Mais, Maniok, Honig und vor allem reichlich Fisch.


Malocas wie diese umgeben den zentralen Kreis,
in dem Zeremonien stattfinden.
© Fiona Watson/Survival

Die Enawene Nawe unterteilen sich in verschiedene Clans. Sie leben in großen malocas, ihren Gemeinschaftshäusern, die aus Holz gefertigt und mit Strohdächern gedeckt sind. Die malocas sind kreisförmig um das „Haus der heiligen Flöten“ errichtet.

Für die Enawene Nawe ist es lebensnotwendig das Gleichgewicht und die Harmonie zwischen der Natur und der Welt der Geister zu erhalten. Ihr Universum besitzt zwei Ebenen zwischen denen sie leben.

Die obere Ebene ist die Heimat der himmlischen Geister Enore Nawe, die die Herrscher über den Honig und einige fliegende Insekten sind. Diese Geister begleiten die Enawene Nawe wenn sie fischen gehen und Waldfrüchte sammeln. Sie schützen sie zudem vor den Gefahren, die in der Welt außerhalb des Dorfes lauern.

Die unterirdische Ebene ist das Reich der Yakairiti, der Geister der Unterwelt. Kawari, ein Ältester, erklärt ihre Rolle: „Das gesamte Land hier gehört den Yakairiti. Sie herrschen über die natürlichen Ressourcen. Wenn man die Erde zerstört und alle Fische tötet, werden die Yakairiti Rache nehmen und alle Enawene Nawe töten.“

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