Chittagong Hill Tracts in Bangladesch: Vergewaltiger ungestraft 3 April 2014

Eine Marma-Familie in Bangladeschs Chittagong Hill Tracts. Indigene Völker in dieser Region sind von Vergewaltigungen durch Siedler und Soldaten der bangladescher Armee bedroht, in der Folter und Vergewaltigung üblich sind.
Eine Marma-Familie in Bangladeschs Chittagong Hill Tracts. Indigene Völker in dieser Region sind von Vergewaltigungen durch Siedler und Soldaten der bangladescher Armee bedroht, in der Folter und Vergewaltigung üblich sind.
© Mark McEvoy/Survival

Indigene Frauen und Mädchen der Jumma in den Chittagong Hill Tracts (CHT) in Bangladesch werden vergewaltigt, ohne dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden, warnen Aktivisten. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 wurden sechs Fälle von vergewaltigten Jumma-Frauen gemeldet.

Laut lokalen Quellen wurde eine indigene Frau namens Sabita Chakma morgens auf ihrem Weg zum Fluss von einer Gruppe Bengali-Siedler vergewaltigt und umgebracht. In einem weiteren Vorfall wurde ein Teenager-Mädchen ohnmächtig im Wald gelassen, nachdem sie von mehreren Männern vergewaltigt worden war. Auch Fälle sexueller Übergriffe sind häufig, einschließlich eines mutmaßlichen Vergewaltigungs-Versuches durch einen jungen Offizier der Armee.

Die wahre Anzahl der Grausamkeiten ist wahrscheinlich viel höher, da viele Fälle ungemeldet bleiben. Nicht nur haben die Jumma kein Vertrauen darin, dass die Täter gestraft werden, sondern Opfer von Vergewaltigungen sind auch sozialer Stigmatisierung ausgesetzt. Die Sicherheitskräfte in der Region tendieren eher dazu, die Vergewaltiger zu verteidigen als die indigene Bevölkerung.

Die Regierung Bangladeschs hat Hunderttausende Siedler in die Chittagong Hill Tracts gebracht, das Zuhause elf indigener Völker, die gemeinsam als die Jumma bekannt sind. Die indigenen Jumma haben ihr Land zugunsten der Siedler verloren und wurden der gewalttätigen Unterdückung der Armee ausgesetzt.

Im kürzlich erschienenen Artikel “Wenn Vergewaltiger Bengali sind – Wenn Vergewaltigung als Staatswaffe der ethnischen Säuberung dient” [“When Rapists Are Bengali, When Rape Is A State Weapon For Ethnic Cleansing”] schrieb die indigene Anwältin Samari Chakma: “Wir, die indigenen Berg-Frauen in Khagrachari, sind jeden Tag äußerst besorgt und beängstigt. Derzeit sind die CHT ein Paradies für Vergewaltiger.”

 

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