Buschmann Aktivisten droht Gefängnisstrafe 6 Oktober 2006

Menschenrechtsaktivisten der Buschleute in Botswana sind für Montag vor Gericht geladen. Ihnen droht bis zu einem Jahr Gefängnis wegen "nicht rechtmäßiger Versammlung".

Die vier Menschenrechtsaktivisten wurden im September 2005 zusammen mit neunzehn weiteren Buschleuten verhaftet, als sie versuchten, Nahrung und Wasser zu ihren Familien in das Zentral-Kalahari Wildreservat zu bringen.

Soldaten und Polizisten gingen mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die unbewaffneten Männer, Frauen und Kinder vor. Der Befehl zum Schießen kam vom Sonderberater des Präsidenten, Sidney Pilane.

Anführer der Buschleute wurden während des Arrestes getreten und geschlagen. 28 Personen, unter ihnen Säuglinge und Kinder, wurden für vier Tage im Gefängnis festgehalten.

Unter denjenigen, die ab nächster Woche vor Gericht stehen, ist Roy Sesana, Gewinner des alternativen Nobelpreises 2005. Der Preis wurde Sesana und der Organisation First People of the Kalahari für ihren resoluten Widerstand gegen die Zwangsräumung vom Land ihrer Vorfahren und für die Verteidigung des Rechts auf eine traditionelle Lebensführung verliehen.

Das Verfahren findet statt, während die Buschleute auf ein Urteil in ihrem grundsatzentscheidenden Fall vor dem botswanischen Gerichtshof warten. In diesem Verfahren klagen die Buschleute für das Recht, in ihre Häuser zurückkehren und auf ihrem Land jagen und sammeln zu dürfen.

Die botswanische Regierung hat 1997, 2002 und 2005 in drei Räumungsaktionen alle Buschleute gewaltsam aus dem Zentral-Kalahari Wildreservat vertrieben.

Für weitere Informationen und Fotos der festgenommenen Buschleute kontaktieren Sie bitte Miriam Ross unter (+44) (0)20 7687 8734 oder per email unter mr@survival-international.org (Englisch).

Um herauszufinden wie Sie helfen können klicken Sie bitte hier.

 

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  • Schreiben Sie Ihrem oder Ihrer Abgeordneten im Parlament oder der botswanischen Vertretung in ihrem Land.

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