Opposition kritisiert erzwungene Umsiedlung der Buschleute

Eine der wichtigsten botswanischen Oppositionsparteien, die Nationalfront Botswanas (BNF), hat die Vertreibung der Gana und Gwi Buschleute von ihrem Land durch die Regierung als „unvertretbar“ bezeichnet.

In einer gestern in der botswanischen Zeitung Mmegi publizierten Erklärung verurteilte die BNF „aufs schärfste die im Kolonialstil erzwungene Umsiedlung der Basarwa (Buschleute) aus dem CKGR (Zentral Kalahari Wildschutzgebiet).“

Die Erklärung beinhaltete weiter: „Die BNF lehnt die vereinfachte Sicht der Regierung ab, das Indigene wie die Basarwa nur zwei Möglichkeiten haben – entweder in einem veralteten Lebensstil in den Wildreservaten eingeschlossen zu verbleiben und… zugrunde zu gehen, oder in entfernt liegende Orte wie New Xade umzusiedeln und der Assimilierung an die Kultur der dominanten ethnischen Gruppen zu erliegen."

„Nach unserer Sichtweise ist Entwicklung nicht nur ökonomisch, sozial und politisch, sondern auch kulturell. Sie muss die kulturelle Identität der Menschen respektieren.

Entwicklung, wie gut gemeint auch immer, ist nichts was Menschen gegen ihren Willen angetan oder aufgezwungen werden kann.

Deswegen rufen wir die Regierung dazu auf, den Basarwa sofort und bedingungslos die Rückkehr in ihr Heimatland bzw. in das CKGR zu ermöglichen, wo ihre Vorfahren begraben liegen. Ihre Kultur, Ökonomie und Identität sind untrennbar mit ihrem traditionellen Land und seinen Ressourcen verbunden.“

Um die gesamte Erklärung zu lesen klicken Sie bitte hier (Englisch)