Konflikt mit Jarawa - Wilderer dringen in Stammesgebiet ein

Ein Mann des isolierten Jarawa Stammes wurde von Wilderern zusammengeschlagen, als diese illegal im Stammesgebiet jagten. Der Vorfall ist in Zusammenhang mit dem Versagen indischer Behörden zu sehen, eine wachsende Anzahl von Personen zu hindern, Jarawa Gebiet zu besiedeln. Der Zuzug Fremder hat Krankheiten und Gewalt, sowie die Jagd nach Jarawa Wild mit sich gebracht.

Der Wilderer aus der Stadt Wandoor in den Süd Andamanen wurde zusammen mit fünf anderen wegen Wilderei verhaftet und auf Kaution wieder freigelassen.

Ein örtlicher Unterstützer der Jarawa sagte heute: "Ich glaube die Jarawa haben nun Angst. Wilderer haben feste Siedlungen innerhalb ihres Reservats errichtet."

Survival und örtliche Gruppen haben die Behörden wiederholt dazu aufgefordert, die 270 Jarawa und ihr Land zu beschützen und der indische oberste Gerichtshof hat die Schließung einer Schnellstraße durch das Jarawa Reservat angeordnet.

Die Straße ist jedoch weiterhin öffentlich zugänglich. Auf den Inseln lebende Siedler dringen in immer höheren Zahlen in das Reservat ein, jagen, fällen Bäume und schleppen Krankheit und Gewalt ein. In diesem Jahr waren die Jarawa bereits stark von Masern betroffen, einer Krankheit, die weltweit für das Aussterben vieler Stammesvölker verantwortlich ist.

Kürzlich wurde die Gesetzgebung dahingehend geändert, dass eine Gefängnisstrafe für Wilderei im Jarawa Reservat obligatorisch ist.

Stephen Corry, Direktor von Survival, sagte heute: "Nach dem Ausbruch der Masern ist dieser Vorfall ein weiteres Warnzeichen für den extremen Ernst der Situation der Jarawa. Indien muss diesen Warnzeichen Beachtung schenken oder dieses einzigartige Volk wird vor unseren Augen verschwinden. Ein neues Gesetz gegen Wilderei ist ein Schritt nach vorn, die Behörden müssen es jedoch auch in der Praxis umsetzen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Miram Ross unter (+44) (0)20 7687 8734 oder per email an mr@survival-international.org