Sieg für Buschleute vor Gericht 13 Dezember 2006

Der heutige Gerichtsentscheid des Obersten Gerichtshofes in Botswana zugunsten der Kalahari-Buschleute wurde frenetisch bejubelt.

Das Gericht entschied heute, dass die Vertreibungen der Buschleute durch die Regierung "ungesetzlich und verfassungswidrig" waren, und dass die Buschleute das Recht haben auf dem Land ihrer Vorfahren innterhalb des Zentral Kalahari Wildschutzgebietes zu leben.

Das Gericht entschied zudem, dass die Buschleute von rechtlicher Seite her im Reservat Jagen und Sammeln dürfen, ohne dafür Erlaubnis einholen zu müssen.

Einer der Richter, Justice Phumaphi, sagte, die Verweigerung seitens der Regierung, den Buschleuten das Jagen zu erlauben sei gleichbedeutend mit der Verurteilung zum Tod durch Verhungern für die Bewohner des Zentral Kalahari Wildschutzgebietes."

Jedoch sagten die Richter auch, dass die Regierung nicht gezwungen sei den Buschmännern im Reservat Deinstleistungen zukommen zu lassen.

Der Sprecher der Buschleute, Roy Sesana, sagte vor dem Gerichtssaal, "heute ist der glücklichste Tag für uns Buschleute. Wir haben so lange geweint, doch heute weinen wir vor Freude. Endlich wurden wir befreit. Die Vertreibungen waren sehr, sehr schmerzvoll für mein Volk. Ich hoffe, dass wir nun auf unser Land zurückkehren können."

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute, “Der Gerichtsentscheid ist sowohl ein Sieg für die Buschleute als auch für indigene Völker in ganz Afrika.
Es ist auch ein Sieg für Botswana. Wenn die Regierung den Entscheid schnell anerkennt,wird die Kampagne enden und das Land wirklich etwas haben, auf das es stolz sein kann.“

Dieser Gerichtsprozess war der bisher längste und teuerste in der Geschichte Botswanas.

Unter dem folgenden Link finden Sie ein Online-Pressepaket über den Prozess mit Zusammenfassungen, Biografien, Gerichtsverfahren, Fotos und Videosequenzen http://www.survival-international.org/bushmenpresspack

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Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Miriam Ross telefonisch unter (+44) (0)20 7687 8734 oder per Email mr@survival-international.org (Englisch)

 

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  • Schreiben Sie Ihrem oder Ihrer Abgeordneten im Parlament oder der botswanischen Vertretung in ihrem Land.

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