Stammesvölker in zehn Jahren vom Aussterben bedroht 28 März 2007

Einige der letzten isoliert lebenden Stammesvölker unserer Erde sind heute vom Aussterben bedroht, obwohl vor zehn Jahren, am 1. April 1997, zwei Reservate für sie errichtet worden sind.

Zu diesen Stämmen, den Murunahua und den Mashco-Piro, zählen insgesamt rund 600 Personen.

Hunderte illegale Holzfäller, die einige der letzten kommerziell nutzbaren Mahagoni-Reserven ausbeuten, sind in ihre Territorien ein. 90% des Holzes wird in die USA exportiert. Die Holzfäller kommen bei ihren Arbeiten regelmäßig in Kontakt mit Stammesvölkern.

Die Indianer sind durch jede Art von Kontakt mit der Außenwelt gefährdet, da sie gegen von Außenstehenden eingeschleppte Krankheiten nicht immun sind. Nachdem einige Mitglieder der Murunahua 1996 erstmals in Kontakt mit Holzfällern kamen, starben mehr als die Hälfte von ihnen.

"Sie sind dort, sie leben tiefer im Dschungel." sagte Juan, einer der Überlebenden des Murunahua Stammes über die noch unkontaktierten Murunahua. "Sie sind keine Mitglieder unserer Familie, sondern leben abgeschieden. Sie leben im Wald."

Der Direktor von Survival International, Stephen Corry, sagte heute: "Dies sind die verletzlichsten Bewohner Perus, und im Moment sind ihre Reservate nicht mal das Papier wert, auf dem sie festgeschrieben sind. Wenn die Regierung nicht tatsächlich die Holzfäller dazu bewegt, die Region zu verlassen und weitere am Eindringen hindert, werden die unkontaktierten Indianer wahrscheinlich ausgelöscht."

 

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