Kongress entscheidet über das Schicksal unkontaktierter Indianer 4 April 2005

Diese Woche wird über das Schicksal des letzten noch unkontaktierten Indianerstammes Südamerikas außerhalb des Amazonasgebietes entschieden. Der Kongress Paraguays wird einen Gesetzesentwurf diskutieren, welcher das Kernland ihres Gebietes schützen soll.

Die Indianer sind Mitglieder des Stammes der Ayoreo, von denen einige noch immer ein nomadisches Leben im dichten Buschwald Westparaguays führen, wo sie jeden Kontakt mit Außenstehenden verweigern. Auf dramatische Weise wurde vor einem Jahr ihre Existenz bewiesen, als eine Gruppe von 17 ihrer Mitglieder den Wald verließ, um die Außenwelt zu bitten die Zerstörung ihrer Heimat zu stoppen.

Der größte Teil des Gebietes der Ayoreo befindet sich in Privatbesitz. Das Herz ihres Landes teilen sich drei private Firmen aus Paraguay und Brasilien. Durch den nun vor dem Kongress diskutierte Gesetzesentwurf würde ihnen das Land zu fairem Preis abgekauft und den Indianern zurückgegeben werden.

Den Indianern steht eine finstere Zukunft bevor, sollte der Gesetzesentwurf scheitern: der größte Teil ihres Waldes wurde schon durch Rodung und Viehzucht zerstört. Die momentanen Landbesitzer haben sich in der Vergangenheit wiederholt richterlichen Verfügungen zum Schutze der Indianer widersetzt, indem sie Bulldozer in den Wald schickten, um dort weitere große Schneisen zu schlagen.

Mehr Informationen erhalten Sie von Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: info@survival-international.de

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Fotos der isolierten Indianer und Luftaufnahmen ihres Gebietes, auf welchen die illegal durch Bulldozer in den Wald geschlagenen Schneisen zu sehen sind, sind erhältlich.

 

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