Warnung an Regierung: unkontaktierte Stämme in Gefahr! 26 April 2007

Perus nationale Organisation für Indigene Völker drängte die peruanische Regierung, die bisher unkontaktierten Stämme zu schützen, die in den entlegendsten Teilen des peruanischen Amazonasgebietes leben.

Illegales Abholzen von Mahagoni Wäldern und Ölförderung seien nach Meinung der Interethnischen Gesellschaft für Entwicklung des peruanischen Dschungels“ (AIDESEP) die schlimmsten Bedrohungen, und die Organisation warnt die Regierung, dass sowohl Leben als auch Gesundheit der unkontaktierten Stämme in großer Gefahr seien.

AIDESEP fordert die Regierung auf, die neuen Vorschläge von der Inter-Amerikanischen Kommission für Menschenrechte anzuerkennen und die notwendigen Maßnahmen zu veranlassen, um das Leben und die persönliche Unversehrtheit der unkontaktierten Stämme in Südost-Peru zu garantieren, in deren Lebensraum bereits illegalen Holzfäller eingedrungen sind.

AIDESEP ruft die Regierung auch dazu auf, die Ölförderung in anderen Gebieten des Landes zu verbieten, in denen weitere unkontaktierte Stämme leben. Es besteht höchste Dringlichkeit, die Aktivitäten der spanischen Ölfirma Repsol und der US-Firma Barrett Resources in der Nähe der Grenze zu Ecuador zu stoppen. Barrett stieß dort letztes Jahr auf Öl, was den ersten großen Ölfund im peruanischen Amazonasgebiet in den letzten 30 Jahren darstellt. In diesem Gebiet leben mindestens zwei unkontaktierte Stämme.

Die unkontaktierten Stämme sind besonders anfällig gegenüber jeder Form von Kontakt, da sie keine Immunität gegenüber eingeschleppten Krankheiten besitzen. Nach dem ersten Kontakt mit Außenstehenden Mitte der 80-Jahre, der einem Ölfund auf ihrem Land folgte, starben mehr als 50% der Nahua.

 

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