Verteidigung von unkontaktierten Stammesvölkern im 22 Juni 2007

Die Verteidigung von unkontaktierten Stammesvölkern läge im Bereich des öffentlichen Interesses, erklärte Perus Regionalregierung Ucayali.


Diese Aussage bezieht sich auf ein neues Gesetz der regionalen Regierung, welches Stämme von dem Eindringen von Außenstehenden zu schützen beabsichtigt. Die Stämme, zu denen auch die Mashco-Piro, Murunahua und Isconahua gehören, werden in ihrer Existenz durch Ölförderung und illegale Abholzungen bedroht.

Die Stämme sind besonders anfällig aufgrund der Tatsache, daß sie  gegen die von den Eindringlingen eingeschleppten Krankheiten nicht immun sind. Mehr als 50% der Murunahua starben, nachdem illegale Holzfäller sie erstmalig in den 1990iger kontaktiert hatten.

"Die Krankheiten kamen, als die Holzfäller kontakt mit uns aufnahmen," sagte Jorge, ein Überlebender der Murunahua zu Survival. "Letztendlich ist die Hälfte von uns gestorben. Meine Tante starb, mein Neffe starb. Die Hälfte meiner Angehörigen starben. Vor allem die Älteren. Als sie aus dem tiefen Teil des Dschungels kamen, hatten sie keine Abwehr gegenüber den Krankeiten."

Das neue Gesetz fordert die Erstellung eines "Verteidigungsschutzes und Notfall – Plans" ("Defence, Protection and Contingency Plan"), um die Stämme zu schützen.

Der Direktor von Survival International, Stephen Corry, sagte heute: "Es ist eine gute Nachricht, dass die regionale Regierung die Existenz und die dringende Lage der Stämme anerkannt hat. Was jetzt passieren muss ist, dass die Ölförderungen in diesen Gegenden untersagt werden müssen und dass die illegalen Holzfäller von dort entfernt werden."

 

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