Indianerkinder verhungern 24 Februar 2005

In diesem Jahr starben bereits drei Guarani-Kinder an Hunger; Hunderte weitere leiden an Unterernährung. Die in winzigen Landecken zusammengedrängt lebenden Indianer können nirgends jagen, fischen oder Gemüsegärten anlegen.

Laut offizieller Statistiken starben weitere fünfzehn Guarani-Kinder im vergangenen Jahr an den Folgen von Hunger.  Die Regierung verkündete einen Anstieg der Zahl der Kinder, die Nahrungszuschüsse erhalten, ignoriert allerdings weiterhin die Ursachen der  Krise – den enormen  Mangel an Land für den Stamm. Im Laufe der vergangenen sieben Jahrzehnte wurden Tausende von Guarani von Sojabauern und Viehzüchtern von ihrem Land vertrieben; nur knapp 1% der ursprünglichen Guarani-Wälder besteht noch. Heutzutage leben sie zusammengedrängt in winzigen Reservaten, mit dem Ergebnis, dass Selbstmord, Alkoholismus und interne Gewalt weitverbreitet sind.

Eine neue erstaunliche Entwicklung sind die Vorbereitungen der Gerichte zur Vertreibung einer Guarani-Gemeinschaft, die ein großes Risiko auf sich nahm und einen kleinen Teil des Landes, der ihnen einstmals gehörte, wieder besetzten.  Ihr Land, das sie Nanderú Marangatú nennen, ist immer noch von einem Viehzüchter besetzt, der die Indianer regelmäßig bedroht. Die Indianer pflanzten Saatgut an, um sich so selber ernähren zu können. Eine Vertreibung würde die Rückkehr auf den  kleinen Landstreifen bedeuten, auf dem sie nicht überleben können. Survival protestiert gegen die geplante Vertreibung.

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