Nomaden vom Amazonas feiern Sieg im Kampf um ihr Land 10 März 2003

Die Awá, Brasiliens letzter indianischer Stamm von Jägern und Sammlern, können seit dieser Woche mit mehr Vertrauen in die Zukunft schauen, nachdem die Demarkation- die klare Definition und Markierung – ihres Landes abgeschlossen wurde. Diese legale Anerjkennung ihres Landes, angeordnet durch einen Richter, war das Hauptziel einer seit 20 Jahren laufenden Kampagne von Survival.

 Der Großteil ders Regenwaldes der Awá wurde von Viehzüchtern, Holzfällern und Siedlern besetzt, welche viele der Indianer töteten. Nur 300 Awá blieben übrig: ungefähr 60 davon leben weiterhin unkontaktiert in kleinen, nomadischen Gruppen. Das von der EU und der Weltbank finanzierte Projekt „Carajás industrial" war verantwortlich für einen großen Teil der Zerstörung.

Am Mittwoch den 12. März wird Survival den Brasilianischen Behörden eine Petittion mit über 40.000 Unterschriften übergeben, welche die Regierung inständig dazu aufruft ein Langzeitprogramm zum Schutze des Gebietes der Awá – vor allem der noch unkontaktierten Indianer – einzuleiten und sicherzustellen, dass die illegalen Viehzüchter und Siedler dauerhaft von dort entfernt werden.

To'o, einer der Anführer der Awá, erklärt, warum der Schutz des Waldes so wichtig ist: "Wir leben in der Tiefe des Waldes. Je mehr uns die Weißen bedrängen, desto mehr werden wir in die Ecke gezwängt. Ohne den Wald sind wir niemand und wir haben keine Chance zu überleben. Ohne den Wald sind wir verloren, wir werden ausgelöscht."

Mehr Informationen erhalten Sie von Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: info@survival-international.de

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