Sebastião Salgado und Vanity Fair rücken die Awá ins Rampenlicht 19 November 2013

Der weltbekannte brasilianische Fotograf Sebastião Salgado und das Magazin Vanity Fair haben sich zusammengetan, um die Notlage des bedrohtesten Volkes der Welt bekannt zu machen.
Der weltbekannte brasilianische Fotograf Sebastião Salgado und das Magazin Vanity Fair haben sich zusammengetan, um die Notlage des bedrohtesten Volkes der Welt bekannt zu machen.

© Vanity Fair

Der weltbekannte brasilianische Fotograf Sebastião Salgado und das Magazin Vanity Fair haben sich zusammengetan, um die Notlage der Awá, die die Menschenrechtsorganisation Survival International als das bedrohteste Volk der Welt bezeichnet, weltweit bekannt zu machen. Ein 13-seitiges Feature über die Awá erscheint mit Salgados Fotos in der Dezember-Ausgabe des Magazins.

Salgado und ein Journalist der Vanity Fair verbrachten mehrere Wochen mit den Awá, im Amazonas-Regenwald, um das Scheitern der brasilianischen Regierung zu dokumentieren, die es seit Jahrzehnten nicht geschafft hat, das Gebiet der Awá vor dem massiven Vordringen der Holzfäller und Viehzüchter zu schützen.

Das Land der Awá wird schneller zerstört als jedes andere indigene Gebiet in der Amazonasregion. Doch die Regierung hat wiederholt Gerichtsurteile ignoriert, die die Ausweisung der Holzfäller angeordnet haben. Heute leben nur noch etwa 450 Awá, von denen 100 unkontaktiert sind. Sie verstecken sich in immer kleiner werdenden Inseln Regenwaldes, um den bewaffneten Eindringlingen, die sie regelrecht jagen, zu entgehen.

Ein Awá erklärte gegenüber Survival International: “Die Holzfäller zerstören alles. Es ist kaum noch guter Wald übrig. Früher jagte ich viel, doch die Tiere verschwinden. Die Polizei muss die Holzfäller jetzt ausweisen!”

Die Awá sind verzweifelt, weil sie ohne Unterstützung der brasilianischen Regierung die rasende Zerstörung ihres Waldes nicht stoppen können.
Die Awá sind verzweifelt, weil sie ohne Unterstützung der brasilianischen Regierung die rasende Zerstörung ihres Waldes nicht stoppen können.
© Fiona Watson/Survival

Eine Kampagne von Survival International, angeführt von Oscar-Preisträger Colin Firth, hat mehr als 54.000 Protestbriefe an Brasiliens Justizminister generiert. Zahllose Prominente, darunter Designerin Vivienne Westwood und Schauspielerin Eva Habermann, haben die Kampagne mit dem Awá-Symbol und der Forderung “Brazil: Save the Awá” unterstützt.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte heute: "Wir hoffen, dass dies der dringenden Kampagne für die Awá einen wichtigen Schub gibt. Experten haben vor “Ausrottung” und “Genozid” gewarnt, weil eines der letzten nomadischen Jäger und Sammler-Völker Brasiliens in winzige Reste seines Regenwaldes gequetscht wird. Brasiliens Justizminister hat die Macht die Awá zu retten – es gibt Hoffnung, dass die Aufmerksamkeit den Minister zum Handeln zwingt. Oder werden die Fussballfans, die nächstes Jahr nach Brasilien strömen werden, nur noch rechtzeitig kommen, um den letzten Rest des Waldes der Awá in Flammen aufgehen zu sehen?"

 

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