Brasilien: Guarani-Teenager tödlich verletzt 10 Februar 2014

Guarani-Teenager Deuci Lopes wurde auf der Straße, die am Gebiet ihrer Gemeinde vorbeiführt, überfahren und getötet.
Guarani-Teenager Deuci Lopes wurde auf der Straße, die am Gebiet ihrer Gemeinde vorbeiführt, überfahren und getötet.

© Spensy Pimentel

Deuci Lopes, eine Guarani-Jugendliche, wurde auf der Straße, die am angestammten Gebiet ihrer Gemeinde in Brasilien vorbeiführt, von einem Lastwagen erfasst und getötet.

Zeugen unter den Guarani sagen, dass der Lastwagen mit Zuckerrohr der São Fernando-Farm geladen war – derselben Ranch, die das Land von Deucis Gemeinde besetzt und die Guarani dazu gezwungen hat, am Straßenrand zu kampieren.

Nach der Kollision fuhr der LKW-Fahrer schnell weiter. Deuci starb am Unfallort.

Deuci war die Mutter eines zweijährigen Babys. Sie ist das sechste Mitglied der Gemeinde, das seit 2009 auf dieser Straße überfahren und getötet wurde. Im März vergangenen Jahres war ein vierjähriger Junge an derselben Stelle tödlich verletzt worden.

Die Guarani-Familien der Gemeinde Apy Ka’y leben seit über einem Jahrzehnt an Rand dieser Straße und warten, dass die Regierung ihr Gebiet kartiert und es ihnen zurückgibt, wozu sie rechtlich verpflichtet ist.

Guarani-Sprecher Tonico Benites sagte: “Die Verzögerung der Kartierung des Guarani-Landes – und die Vertreibung, die den Guarani deswegen droht – sind die Hauptursachen dieser Tode. Wäre das Land bereits kartiert und hätte die Gemeinde dort gelebt, wäre dies nicht passiert.”

Einige Gemeindemitglieder hatten kürzlich ein kleines Stück ihres angestammten Landes wiederbesetzt. Jetzt leben sie dort umgeben von Zuckerrohr und müssen Morddrohungen und gewalttätige Überfälle der Söldner, die von den Ranchern angeheuert werden, aushalten.

Viele Guarani, die Opfer von gezielten Attacken sind, sind als Folge der Wiederbesetzung ihres Landes getötet worden.

Trotz häufiger Morddrohungen ist die Gemeinde-Anführerin Damiana Cavanha fest entschlossen, auf ihrem angestammten Land zu bleiben.
Trotz häufiger Morddrohungen ist die Gemeinde-Anführerin Damiana Cavanha fest entschlossen, auf ihrem angestammten Land zu bleiben.
© Fiona Watson/Survival

Ein Richter hat einen Räumungsbefehl erteilt, damit die Guarani das besetzte Gebiet wieder verlassen. Damiana, die Anführerin der Gemeinde, sagte: “Ich werde nicht gehen. Ich werde auf unserem angestammten Land sterben. Ich werde nicht weglaufen. Ich bin eine Frau, ich bin eine Kämpferin, ich habe keine Angst.”

Unterstützen Sie die Kampagne zur Anerkennung der Landrechte von Damianas Gemeinde.

 

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