Unkontaktierte: Im Stich gelassen gegen Holzfäller und Drogenschmuggler 31 März 2014

"Unkontaktierte Indigene in Brasilien, Nachbarn der kürzlich fotografierten Gruppe. (2008)"
"Unkontaktierte Indigene in Brasilien, Nachbarn der kürzlich fotografierten Gruppe. (2008)"
© G. Miranda/FUNAI/Survival

Survival International warnt anlässlich der Veröffentlichung neuer Luftaufnahmen von unkontaktierten Amazonas-Indianern, dass die abgebildeten Indigenen seit einem Überfall auf einen Schutzposten der Regierung illegalen Holzfällern und Drogenschmugglern schutzlos ausgeliefert sind.

Die unkontaktierte Gemeinde am Fluss Xinane im brasilianischen Bundesstaat Acre lebt nahe der peruanischen Grenze. Aktivisten prangern schon länger das Ausmaß illegaler Abholzung auf dem Gebiet an.

Die kürzlich fotografierte Gruppe wird auch von einer Straße bedroht, die Berichten zufolge von Acres Regierung in der Region gebaut wird. Regionale Indigenen-Organisationen haben erklärt, dass dies die unkontaktierten Indianer am Xinane-Fluss vernichten könnte. Schon früher haben Straßenbauvorhaben unzähliche Amazonas-Völker ausgelöscht.

In den letzten Monaten wurden auch mehrere unkontaktierte Mashco-Piro-Gruppen an einem Flussufer auf der peruanischen Seite der Grenze gesichtet. Dies löste Spekulationen darüber aus, dass illegale Abholzung sie aus ihrer bisherigen Abgeschiedenheit drängt.

"Auch unkontaktierte Mashco-Piro in Peru wurden häufiger gesichtet. Einige vermuten daher, dass Holzfäller in ihr Gebiet eindringen. (2012)"
"Auch unkontaktierte Mashco-Piro in Peru wurden häufiger gesichtet. Einige vermuten daher, dass Holzfäller in ihr Gebiet eindringen. (2012)"
© Jean-Paul Van Belle

Vergangene Woche unterzeichneten brasilianische und peruanische Behörden eine Vereinbarung, um die grenzüberschreitende Abstimmung zu verbessern. Dies stellt einen Versuch dar, das Leben der vielen unkontaktierten Indigenen in der Grenzregion zu schützen.

Survival International hatte vor einiger Zeit bereits außergewöhnliche Filmaufnahmen von einem unkontaktierten Volk veröffentlicht, um auf Bedrohungen für ihr Wohlergehen aufmerksam zu machen.

Nixiwaka Yawanawá, ein Amazonas-Indigener der sich zusammen mit Survival International für die Rechte indigener Völker einsetzt und selbst in Acre aufwuchs, erklärte heute: „Dies sind meine Brüder. Es ist aufregend zu sehen, dass sie leben können, wie sie es wollen. Die Regierung muss ihr Gebiet schützen, sonst werden sie zerstört und die Regierung würde die Verantwortung dafür tragen.“

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte heute: „Das einzige, was das Überleben heutiger unkontaktierter Völker sichern kann, ist der Schutz ihres Landes. Sie haben das Recht zu bestimmen, ob sie mit Außenstehen Kontakt haben wollen, anstatt von einer einfallenden Gesellschaft zerstört zu werden. Es ist entscheidend, dass Brasilien und Peru zusammenarbeiten, um das Land unkontaktierter Völker zu schützen. Die Geschichte zeigt, dass Krankheiten, Tod und Zerstörung die Folge sind, wenn dies versäumt wird.“

 

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