Indianer: „Lulas Regierung ist schlecht für uns“ 11 April 2006

Fünfhundertfünfzig Stammesführer aus sechsundachtzig brasilianischen Stämmen haben in einem offenen Brief die bisherige Politik von Präsident Lulas Regierung den indigenen Völkern gegenüber scharf kritisiert.

Die Indianer dieser sechsundachtzig Stämme haben in der letzten Woche drei Tage lang vor den brasilianischen Ministerien kampiert. Indianerorganisationen haben den April zum „Indigenen April" erklärt, um auf die Probleme dieser Völker aufmerksam zu machen.

Die Indianer kritisieren die Politik der Lula-Regierung indigenen Völkern gegenüber als „rückschrittlich". „Die wenigen Fortschritte," führen sie weiter aus, „ wurden von unseren Völkern und Organisationen durch Druck und in Kämpfen erreicht, und einige unserer Verwandten haben ihr Leben dafür geopfert."

Die Führer der Indianer beklagen sich über die herablassende Haltung der Regierung, die die Anerkennung ihrer Landrechte als Gnade statt als Recht ansieht. Die Regierung erkennt indigene Landrechte nur sehr langsam an: von vierzehn im April 2005 als dringlich festgestellten Fällen ist bisher nur ein einziger abgeschlossen worden.

Die Indianer weisen außerdem darauf hin, dass der Gesundheitszustand der indigenen Völker im vergangenen Jahr aufgrund von Änderungen im System der staatlichen Gesundheitsvorsorge schlechter geworden ist.


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