Xavante-Indianer starten Kampagne für Flussgebie

Xavante-Indianer blockierten eine nationale Autobahn im Staat Mato Grosso, um auf die zerstörende Wirkung der Sojakultivierung im Flussgebiet des Rio Das Mortes hinzuweisen. Am 25. Mai stoppten sie den gesamten Verkehr in der Stadt Novo Xavantina, und hinderten die Überquerung der Brücke über den Rio das Mortes, ein großer Fluss, der an vier Xavante-Gebieten entlang fließt.

Die Demonstration markiert den Beginn einer nationalen und internationalen Kampagne der Xavante-Warã-Gesellschaft zum Schutz und Wiederaufbau des Rio das Mortes-Flussgebiets. Die Kampagne hat zum Ziel, Land und Wasserquellen zu schützen, von denen das Leben der Xavante physisch und spirituell abhängt.

Aussagen der Warã-Gesellschaft zufolge sicherte ein Großteil der örtlichen Bevölkerung trotz einiger Konfrontationen ihre Unterstützung zum Wohle der Umwelt der Region und auch der Kultur der Xavante zu. Beamte der Bundespolizei unterstützten die Bemühungen und duldeten das Programm der Xavante an dem Tag. Es wurden Zeremonien mit Staffellauf, Gesang und Tanz abgehalten, und die Straße wurde zu bestimmten Zeiten geöffnet, damit der Verkehr die blockierte Brücke überqueren konnte.

Hintergrundinformationen zu den Xavante (pdf, Englisch)