Trotz Friedensaufruf dauert Gewalt an

In Papua herrscht seit vier Jahrzehnten Krieg, in dem schätzungsweise 100.000 Mitglieder von Stammesvölkern umgekommen sind. Die gewaltsame Besetzung durch Indonesien hat zu einer Partisanen-artigen Widerstandsbewegung geführt, die von der Armee grausam unterdrückt wird. Jetzt arbeiten Stammesälteste, Menschenrechtsorganisationen, kirchliche Gruppen, Rebellenführer und sogar Polizei und Flotte zusammen für eine friedliche Lösung von Papuas Problemen – eine Initiative mit dem Namen „the zone of peace", „ die Friedenszone". Das indonesische Militär und die Zentralregierung in Jakarta sind dagegen entschlossen, diesen Prozess zu untergraben und den Konflikt gewaltsam zu lösen.

Obwohl die Rebellenführer sich zum friedlichen Dialog verpflichtet haben, werden weiterhin Truppen auf Papua zusammengezogen und Menschen getötet. Allein bei einem einzigen Vorfall im November wurden zehn Menschen getötet und sechs, darunter ein sechsjähriger Junge, verletzt. Die Regierung hat die Absicht, Papua in drei Provinzen zu teilen, weitere Truppen dorthin zu verlegen und die Macht des Militärs zu vergrößern. Menschenrechtsverletzungen sind weit verbreitet, und die Einschüchterung von Menschenrechtsaktivisten verstärkt sich, mit Unterstützung von hohen Militär- und Regierungsbeamten, die behaupten, die Achtung der Menschenrechte müsse der territorialen Einheit Indonesiens aufgeopfert werden.

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