Yanomami Schamane im Bundeskanzleramt empfangen

Davi Kopenawa Yanomami, Schamane und Sprachrohr der im Amazonasgebiet lebenden Yanomami Indianer in Brasilien, wurde zu einem Gespräch im Bundeskanzleramt empfangen. Er übergab dort einen an die Bundeskanzlerin adressierten Brief, in dem er die deutsche Bundesregierung auffordert, sich für den Schutz seines Volkes einzusetzen.

Er bittet die Kanzlerin insbesondere, die Konvention 169 für die Rechte indigener Völker der internationalen Arbeitsorganisation zu unterzeichnen. Dieses Gesetz wäre ein wirksamer Schutz für die Rechte der Yanomami und indigener Gruppen weltweit.


Davi Kopenawa Yanomami im Bundeskanzleramt
Davi Kopenawa Yanomami ist Träger des Global 500 Awards, einem Umweltpreis der Vereinten Nationen. Der Regenwald im Amazonasgebiet, in dem die Yanomami zu Hause sind, ist weiterhin akut bedroht und damit auch die Zukunft der Indianer.

In seinem Brief an Frau Bundeskanzlerin Merkel sagt Davi:
„Mein Volk, die Yanomami, leidet und unsere Zukunft ist in Gefahr. Goldsucher dringen in unser Land ein, verschmutzen die Flüsse und bringen Krankheiten mit sich. Einige Yanomami sterben bereits. Unser Parlament berät nun über einen Gesetzesentwurf, der unser Land für Minenarbeiten im großen Stil zugänglich machen könnte.“

„Es ist daher von grundlegender Bedeutung für die Zukunft der Yanomami und indigener Völker weltweit, dass Ihre Regierung die ILO 169 ratifiziert. Ich appeliere an Sie, als Oberhaupt Deutschlands, die Millionen von indigenen Menschen, die auch in unserer Situation sind, zu unterstützen. Zeigen Sie der Welt, dass unsere Rechte wichtig sind und unterzeichnen Sie die Konvention, das einzige internationale Gesetz, das unsere Rechte anerkennt.“


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