Illegale Goldsucher dringen in Yanomami Gebiete ein

Mehr als eintausend illegale Holzfäller sind in das Land der Yanomami Indianer im brasilianischen Amazonasgebiet eingedrungen.

Yanomami, die in der Nähe der Gebiete leben, in denen die Goldgräber aktiv geworden sind, hatten sofort Alarm geschlagen. Auf Anfrage der Yanomami wurde ein Militärflugzeug angewiesen die Gebiete zu überfliegen, wobei die Präsenz der Goldgräber bestätigt wurde.

In den 1980er und 1990er Jahren litten die Yanomami stark unter der Invasion von Goldgräbern in ihr Land. Minenarbeiter erschossen sie, zerstörten ganze Dörfer und brachten Krankheiten mit, gegen die ihr Immunsystem keine Abwehr entwickelt hatte.
Zwanzig Prozent der Yanomami starben innerhalb von nur sieben Jahren. Nach einer langen, internationalen Kampagne, angeführt von Davi Kopenawa Yanomami, der Pro Yanomami Commission (CCPY) und Survival, wurde das Land der Yanomami 1992 endlich als ‘Yanomami Park’ demarkiert und die Minenarbeiter von dort verwiesen.

Der Vorsitzende der brasilianischen nationalen Stiftung der Indianer (FUNAI) für den Bundesstaat Roraima, Gonzalo Teixeira, gab bekannt, dass die neue Flut von Minenarbeitern im neuen Jahr aus dem Gebiet entfernt wird. „Die Anwesenheit der Goldgräber hat zu einer größeren Verschmutzung der Flüsse geführt und die Zahl von Krankheitsfällen unter den indigenen Völkern aufgrund vermehrter Kontakte drastisch erhöht.” sagt Teixeira.

Der berühmte Schamane und Anführer Davi Yanomami sprach das Thema der illegalen Goldgräber bei seinem Besuch in Deutschland und Großbritannien im Oktober an. Er schrieb an die deutsche Bundeskanzlerin Merkel und den britischen Premierminister Brown: “Mein Volk, die Yanomami, leidet und unsere Zukunft ist in Gefahr. Goldsucher dringen in unser Land ein, verschmutzen die Flüsse und bringen Krankheiten mit sich. Einige Yanomami sterben bereits.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter 030-72293108 oder per E-Mail an info@survival-international.de