Yanomami verurteilen illegale Goldsucher

Zwei indigene Yanomami-Gruppen haben Schreiben an die brasilianische Regierung verfasst, in denen sie den illegalen Eingriff von Goldsuchern in ihr Land verurteilen.

Derzeit arbeiten mehr als Tausend illegale Bergarbeiter auf der Suche nach Gold auf dem Land der Yanomami, und übertragen dabei tödliche Krankheiten wie Malaria und verschmutzen die Flüsse und Wälder mit Quecksilber.

Die von den Alto Catrimani- und Paapiú-Gemeinschaften, die in dem im Amazonasgebiet liegenden Staat Roraima leben, verfassten Briefe sind an die FUNAI gerichtet – eine staatliche Abteilung, die sich mit den Angelegenheiten der indigenen Völker befasst. Sie berichteten von der beginnenden Mangelernährung, dem schwindenden Fischbestand und dem ungenießbaren Wasser, dass durch den Bergbau verschmutzt wurde.


Die Yanomami gehören zu einem der größten Völker Südamerikas, welches noch relativ isoliert von der Außenwelt lebt. Obwohl ihr Gebiet längst als ihr Eigentum anerkannt und ihnen durch das brasilianische Recht zugeschrieben wurde, ist ihr Überleben in Gefahr. Viehzüchter dringen in das östliche Randgebiet ihres Landes ein und holzen auf ihrem Weg Wälder ab. Angesichts der Korruption und der Inkompetenz der FUNASA, der brasilianischen Gesundheitsorganisation (National Health Foundation), erreicht die medizinische Versorgung die Yanomami nicht.
Die Briefe wurden durch die Vereinigung der Yanomami, die Hutukara, verbreitet.

Sie schlossen mit einem dringenden Appell an die Behörden die Bergleute sofort von ihrem Gebiet zu verbannen.

Interview mit Davi Yanomami über die Auswirkungen des Bergbaus