Präsenz der Miliz schürt die Angst vor militärischen Übergriffen

"Das indonesische Militär wird das als Vorwand nutzen, um die Papuaner auszurotten." Menschenrechts-Aktivist, Papua

Die Stammesbevölkerung von Papua fürchtet eine neue Welle der Gewalt. Islamische Milizen dringen in die Provinz vor und heizen die Spannungen zwischen der überwiegend christlichen Bevölkerung und den islamischen Siedlern an. Die indonesische Armee scheint gezielt Milizen aufzuhetzen, um in Papua die Gewalt und den Terror zu wiederholen, den es bereits in Osttimor (heute Timor-Leste) verursacht hat.

Papua (früher Irian Jaya genannt) ist der westliche Teil der Insel Neu Guinea. Die 1,2 Mio. einheimischen Angehörigen von Stammesvölkern kämpfen seit langem für eine Unabhängigkeit von Indonesien. Seit 1963 wurden schätzungsweise 100.000 von ihnen durch das indonesische Militär getötet.

In den vergangenen Monaten traten plötzlich hunderte von Mitgliedern der militanten islamischen Gruppe Laskar Jihad in Papua auf. In einer anderen Region Indonesiens sorgten die Aktionen dieser Gruppe für Unruhen, die 8000 Todesopfer forderten. Darüber hinaus bildet Laskar Jihad eine von der Armee unterstützte Miliz namens Red and White aus; beide Gruppen waren bislang in Papua unbekannt und könnten massive zivile Unruhen auslösen. Die Bevölkerung Papuas weiß, dass jede Unruhe der Armee als Rechtfertigung für brutale militärische Eingriffe dienen wird, die weitere Todesopfer zur Folge haben werden.

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