Militäroperation in Papua bringt Dorfbewohnern den Hungertod

Am 4. April 2003 wurde der Militärkommandoposten (Kodim 1702) in Wamena, einer Stadt in der zentralen Hochebene Papuas, von Unbekannten angegriffen. Zwei Soldaten und einer der Angreifer kamen ums Leben. Das indonesische Militär (TNI) beschuldigte Separatisten des Angriffs und nahm fast 30 Menschen in Gewahrsam. Viele wurden geschlagen und gefoltert. Yapenas Murib starb im Militärgewahrsam, nachdem er mit einer Kette um den Hals an einen Lkw gebunden und eine Strecke hinter dem Wagen her geschleift wurde. Paulina Itlay wurde geschlagen, verstümmelt, mit Zigarettenstummeln verbrannt und von Offizieren vergewaltigt.

Nur wenige Tage nach der Attacke wurden 186 Soldaten, einschließlich Angehöriger der berüchtigten Kopassus- und Kostrad-Einheiten, in der Region stationiert. Eine heftige, durchschlagende Operation durch Dörfer der Hochebene begann, die zum Tod vieler unschuldiger Zivilisten und zur Zerstörung von Häusern und Ernten führte. Geschätzte 1000 Dorfbewohner waren gezwungen zu fliehen. Die Vertriebenen verstecken sich in den Wäldern und sind zu verängstigt, in  ihre Häuser zurückzukehren.  Sie haben keinen Zugang zu Nahrung, sind extremen äußeren Verhältnissen ausgesetzt und erleben extremen Hunger. Einige Soldaten wurden bereits wieder aus der Region abgezogen, viele sind jedoch noch dort. Schon jetzt ist eine größere Anzahl von Menschen verhungert oder in der exponierten Hochebene erfroren und es besteht Grund zur Sorge um die restlichen Menschen in den Verstecken.

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