Yanomami-Sprecher warnt UN vor Bergbau-Drohung 12 März 2012

Yanomami, Demini, Brasilien.
Yanomami, Demini, Brasilien.
© Fiona Watson/Survival

Davi Kopenawa, Schamane und Sprecher der Yanomami hat letzte Woche die Vereinten Nationen in Genf davor gewarnt, welche Gefahr illegaler Goldabbau für sein Volk darstellt.

Davi sagte, dass zur Zeit Tausende illegale Bergarbeiter auf dem Yanomami-Gebiet arbeiten und dabei den Regenwald zerstören, Flüsse verschmutzen und das Leben der Indianer aufs Spiel setzen. In besonderer Gefahr sind die unkontaktierten Yanomami.

Das Yanomami-Volk setzt sich dafür ein, dass die brasilianischen Behörden die Bergarbeiter aus dem Gebiet zwingen. Obwohl die Indianer Proteste organisieren und an Sitzungen teilnehmen, sind die Behörden aber noch nicht eingegriffen.

Davi äußerte sich auch gegen ein umstrittenes Gesetz, dass Bergbau in großem Maßstab auf indigenem Land erlauben würde, sollte es verabschiedet werden. Als er in der Schweiz interviewt wurde, warnte er, “dass es den Indianern nichts positives bringen würde”. Im Gegenteil würde es “zu einer weiteren Verwüstung des Landes, Verschmutzung der Flüsse und noch mehr Krankheiten” führen.

2012 wird der zwanzigste Gründungstag des Yanomami-Gebietes in Brasilien gefeiert, der zur exklusiven Nutzung durch die Indianer eingerichtet wurde.

Die brasilianischen Behörden sind dafür zuständig, das Land zu schützen, die Bergarbeiter zu vertreiben und zukünftiges Eindringen zu vermeiden.

Dennoch bedauert Davi, “dass die meisten Politiker das Land ausnutzen wollen und deshalb der indigenen Bevölkerung nicht zuhören”.

Davi ist zum Filmfestival und internationalen Forum der Menschenrechte nach Genf gereist, wo Regisseur Daniel Schweizer seinen Dokumentarfilm über indigene Völker Indiens en Sursis präsentierte.

Sein Besuch wurde von verschiedenen Nichtregierungsorganisationen unterstützt, darunter die Weltorganisation gegen Folter, die Yanomami-Organisation Hutukara, Instituto Socioambiental, doCip und Survival International.

 

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