‘Game of Thrones’-Star prangert Straffreiheit für Morde an Indigenen an 31 Januar 2013

Schauspielerin Natalia Tena, Star aus der Serie
„Game of Thrones” und "Harry Potter"-Filmen, hat zu einem Survival-Interview einen Begleittext gesprochen.
Schauspielerin Natalia Tena, Star aus der Serie „Game of Thrones” und "Harry Potter"-Filmen, hat zu einem Survival-Interview einen Begleittext gesprochen.
© Survival

Die britische Schauspielerin Natalia Tena, Tochter spanischer Eltern, unterstützt eine Kampagne von Survival International, die dafür sorgen soll, dass die Mörder von drei kolumbianischen Indigenen endlich verurteilt werden.

Vor gut 22 Jahren, im November 1990, wurden Angel María Torres und zwei weitere Anführer des indigenen Volkes der Arhuaco in Kolumbien entführt, gefoltert und schließlich umgebracht. Sie hatten sich auf der Reise aus ihrer Heimat in der nördlichen Sierra Nevada in die Hauptstadt Bogotá befunden, als sie vom Militär festgenommen wurden.

Kurz nach ihrem Verschwinden wurden die Leichen der drei, gezeichnet von schwerer Folter, gefunden.

In einem ihrer seltenen Interviews hat Dilia, die Witwe von Angel María Torres, über Kummer und Verzweiflung gesprochen, die sie seit 22 Jahren begleiten.

„Meinem Mann fehlten die Haare. Seine Finger fehlten. (…) Ich habe meinen Mann verloren und alle Hoffnung auf ein Leben mit Partner und Familie”, sagte Dilia Torres zu Survival.

‘Als sie ihn fanden, war er tot’Der Mann von Dilia Torres wurde vor 22 Jahren ermordet – die Täter sind noch immer frei.

„Game of Thrones“ und “Harry Potter”-Star Natalia Tena hat zu dem Survival-Interview mit Dilia Torres einen Begleittext gesprochen.

Nach einer internationalen Kampagne von Survival, seinen Unterstützern und den Arhuaco, stellten die Vereinten Nationen und die kolumbianische Regierung die Verantwortung des Militärs für den Tod der drei Indigenen fest. Dennoch wurde bis heute niemand für die Verbrechen bestraft.

Kolumbiens indigene Völker befinden sich in der Schusslinie zwischen den Fronten von Kolumbiens Bürgerkrieg. Die Angriffe auf sie halten an. Im November 2012 fuhr Arhuaco-Anführer Rogelio Mejia zusammen mit einem Survival-Mitarbeiter in einem Auto, als das Fahrzeug von Schützen angegriffen wurde. Mejia entkam mit drei Schusswunden, der Fall konnte nicht aufgeklärt werden.

"Rogelio Mejia, Anführer des indigenen Volkes der Arhuaco, entkam einem Angriff von drei bewaffneten Männern mit drei Schusswunden."
"Rogelio Mejia, Anführer des indigenen Volkes der Arhuaco, entkam einem Angriff von drei bewaffneten Männern mit drei Schusswunden."
© Survival

Natalia Tena kommentiert: “Dilias Geschichte vom Verlust ihres Ehemanns hat mich tief berührt. Daher unterstütze ich die Survival-Kampagne gegen Straffreiheit für Verbrechen an Kolumbiens indigenen Völkern.“

Survival-Direktor Stephen Corry erklärte: „Selten gab es ein klareres und abstoßenderes Beispiel für in Regierungsauftrag ausgeübte Gewalt gegen indigene Völker. Und dennoch verbreiten einige weiterhin die Lüge, dass es indigenen Völkern zugute komme, wenn ihnen staatlicher Zwang auferlegt werde. Dilia Torres von den Arhuaco in Kolumbien würde dem entschieden widersprechen.”

 

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