Die brasilianischen Guarani leiden unter gewalttätigen Farmern
Für die Guarani ist Land der Ursprung allen Lebens. Doch Farmer haben ihr Gebiet verwüstet und nahezu all ihr Land genommen.
Die Kinder der Guarani verhungern. Ihre Anführer werden ermordet. Hunderte haben bereits Selbstmord begangen.
Viele Guarani-Gemeinden wollen aus den zu kleinen Reservaten und deren sozialen Folgeproblemen entkommen. Sie versuchen kleine Parzellen ihres angestammten Landes zurück zu gewinnen.
Diese Retomadas (Wiedernahmen) werden jedoch von den mächtigen und rücksichtslosen Farmern, die das Land nun besetzen, gewaltsam unterbunden.
Teilweise heuern die Farmer bewaffnete Angestellte an, um „ihr“ Grundstück zu verteidigen. Zahllose Guarani wurden während oder nach den Retomadas getötet.
Die kleine Gemeinde Ñanderú Marangatú ist ein Beispiel dafür. Obwohl die Gemeinde einen Rechtsanspruch auf ein Gebiet von 90km² hat, wurden sie 2005 von bewaffneten Farmern und ihren Männern vertrieben. Die Gemeinde kehrte zurück, was ihren unglaublichen Mut beweist.
Heute leben sie auf einem kleinen Teil des Landes, das rechtlich ihnen gehört. Das umliegende Gebiet wird täglich von bewaffneten Männern patrouilliert, die bereits zwei Guarani-Frauen vergewaltigt und das Haus eines Guarani Anführers beschossen haben.
Ihre Unterstützung ist für das Überleben der Guarani von großer Bedeutung. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten der Hilfe: