Verhaftete Buschmänner gewinnen “Alternativen Nobelpreis”

Fünf Tage nachdem ihre Anführer verhaftet und geschlagen wurden, gab es
heute eine dramatische Wendung zugunsten der Buschmänner der Kalahari,
als sie erfuhren, dass der diesjährige „Alternative Nobelpreis" an sie geht.

"First people of the Kalahari (FPK), die Basisorganisation der Gana und Gwi Buschmänner von Botswana, die für deren Recht auf Rückkehr in ihr
angestammtes Heimatgebiet kämpft, gewann heute Schwedens "Right
Livelihood Award", der als "Alternativer Nobelpreis" bekannt ist.

Der Preis ging an die Buschmänner für den "resoluten Widerstand gegen die Vertreibung vom Land ihrer Vorfahren und für ihr Festhalten an dem Recht,
ihren traditionellen Lebensstil beizubehalten".

Vor fünf Tagen waren die Führungspersonen der FPK unter 28 Busch-
männern, die von Polizeikräften verhaftet und davor mit Tränengas und Gummigeschossen angegriffen worden waren. Die Buschmänner hatten
versucht, Nahrungsmittel und Wasser zu ihren Verwandten im Inneren des
Zentral-Kalahari-Wildreservats zu bringen, aus dem die meisten
Buschmänner vertrieben worden sind. Die Buschmann-Anführer wurden
brutal geschlagen, nachdem man sie mit Handschellen gefesselt hatte.

FPK hat bereits einen langen Kampf hinter sich, um den Gana- und Gwi-Buschmännern ein friedliches Leben in dem Reservat, welches deren Heimatgebiet umschließt, zu ermöglichen. Die reichen Diamantenvorkommen des Reservats sind von vielen Seiten her als Grund für die Vertreibung der Buschmänner durch die Regierung angeführt worden. Das Unternehmen
De Beers, das alle Diamantenminen in Botswana betreibt, sieht sich nun
einem weltweiten Boykott gegenüber.

Weitere Informationen zum "Alternativen Nobelpreis" finden Sie unter:
http://www.rightlivelihood.org/recip/2005/first-people-of-the-kalahari—roy-sesana.htm

Mehr Informationen erhalten Sie von Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: info@survival-international.de

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Stichpunkte für Redakteure:

Vorherige Preisträger sind unter anderem auch die kenianische Umweltschützerin Wangari Maathai (die darauf folgend auch den Nobelpreis erhielt), sowie der Nigerianer Ken Saro-Wiwa.

Der FPK Anführer Roy Sesana ist der erste in Botswana geborene Preisträger.