Weitere Festnahmen durch verstärkte Hetzjagd auf Buschmänner

Die Razzia bei den Buschmännern durch die Regierung von Botswana wegen Jagens, wodurch die Buschmänner ihre Familien ernähren, erreicht nun eine neue Phase. Survival hat Berichte erhalten, denen zufolge innerhalb der letzten Woche fünf Buschmänner im Umsiedlungslager Kaudwane verhaftet wurden, weil sie Ducker (eine kleine Antilopenart) erjagt hatten.

Die Männer der Familien haben seit ihrer Festnahme keine Nachrichten von ihren Verwandten erhalten und fürchten nun, dass diese in die berüchtigten Lager der Wildschutzbeamten am Eingang des Zentral-Kalahari-Wildschutzgebiets verschleppt wurden, wo in der Vergangenheit schon viele Buschleute gefoltert worden sind.

Einer der Verhafteten, Maarama, ist bereits zuvor verhaftet und von Wildschutzbeamten gefoltert worden. In einem früheren Interview mit der Buschmann-Organisation First People of the Kalahari in Kaudwane in diesem Jahr sagte er: "Ich möchte hier nicht leben. Die Leute belästigen mich, verhaften und foltern mich grundlos, versuchen, meinem Leben ein Ende zu setzen. Ich will zurück auf mein Heimatland, diese 'Entwicklung' ist eine sinnlose Qual. Ich hoffe, ich kann so schnell wie möglich zurück."

Diese neuesten Verhaftungen geschahen nur wenige Tage, nachdem zwei der Buschmänner verhaftet und mit Geldstrafen für illegales Jagen im Reservat belegt worden waren.