Survival ruft auf ITB zu Botswana-Boykott auf 11 März 2005

Survival International ruft heute auf der Internationalen Tourismus-Börse Berlin – der größten Tourismus-Messe der Welt – dazu auf, Reisen nach Botswana zu boykottieren. Unterstützer der Gana- und Gwi-„Buschmänner" werden vor den Toren des ICC-Messegeländes Flugblätter verteilen. Survival ruft damit eindringlich dazu auf, nicht nach Botswana zu reisen, bis die aus dem Zentral Kalahari Wildreservat (CKGR) vertriebenen Buschmänner wieder in ihre Heimat zurückkehren und dort in Ruhe jagen und sammeln dürfen.

Die Gana und Gwi bitten darum, dass auf ihrem Land kein Tourismus vorangetrieben werden soll, bis es ihnen gestattet wird, dorthin zurückzukehren. Aber die Regierung preist das Schutzgebiet als Touristenattraktion an. Auch aus anderen wichtigen Tourismuszielen, wie z.B. den Tsodilo Hills, welche für ihre Felsenmalereien bekannt sind, wurden die dort ansässigen Buschmänner schon vertrieben.

Zynischerweise benutzt die Regierung das Bild vom „Buschmann" als Jäger und Sammler, um das Land bei Touristen anzupreisen. Tatsächlich aber ist es den Gana und Gwi seit 2002 verboten, auf ihrem Land zu jagen. Buschmännern, die dem zuwider handeln und für ihre Familien jagen, drohen empfindliche Geldstrafen und sogar Gefängnis. Auch wurden in der Vergangenheit inhaftierte Buschmänner gefoltert.

Survivals Generaldirektor Stephen Corry sagte heute: „Die Gana und Gwi kämpfen um ihr nacktes Überleben. Sie vegetieren in Zwangsansiedlungslagern dahin und werden Opfer von Alkohol, Prostitution und HIV/AIDS. Bitte machen Sie keinen Urlaub in Botswana, bis es den Buschmännern gestattet ist, nach Hause zurückzukehren. Schreiben Sie dem botswanischen Präsidenten und bitten Sie ihn, dass dies unverzüglich geschehen soll."

Fotos und Filmmaterial sind erhältlich.

Mehr Informationen erhalten Sie von Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: info@survival-international.de

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