UN stimmt nach 22 Jahren über Deklaration der Rechte indigener Völker ab

Zweiundzwanzig Jahre intensiver Diskussionen und Verhandlungen erreichen in dieser Woche ihren Höhepunkt in New York, wo die Hauptversammlung der Vereinten Nationen am 13. September über die Anerkennung der Deklaration der Rechte indigener Völker abstimmt.

Kanada, die USA, Australien und Neuseeland sowie die Russische Föderation ( alles Länder mit grossen indigenen Bevölkerungsgruppen) haben die Anerkennung der Deklaration energisch abgelehnt. Ihr Verhalten hat bei Stammesvölkern weltweit Entrüstung hervorgerufen.

Die ablehnend gestimmten Länder sind bekannt für ihren geringschätzigen Umgang mit indigenen Guppen. Australien Neuseeland und die USA waren in der Vergangenheit Ziel von Maßnahmen der “Frühwarnung und des schnellen Eingreifens” von Seiten des UNO-Ausschuss zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (CERD).

Kanada wurde besonders kritisiert, da es in der Vergangenheit die Deklaration unterstützt hatte. Kanadische Oppositions-Parteien stehen geeint der von Premierminister Stephen Harper eingenommenen Position gegenüber.

Hinzu kommt, dass eine große Gruppe Afrikanischer Staaten auf eine Reihe von Änderungen am Text der Deklaration besteht, die aber trotzdem noch immer von den meisten indigenen Organisationen unterstützt wird.

Der Direktor von Survival, Stephen Corry, sagte heute: “Über die Deklaration wurde fast ein Vierteljahrhundert diskutiert. In diesen Jahren wurden viele Stammesvölker, wie beispielsweise die Akuntsu und die Kanoê in Brasilien, stark dezimiert und andere, wie die Innu in Kanada, an den Rand ihrer Existenz gebracht. Regierungen, sie dich gegen die Deklaration aussprechen kämpfen auf schändliche Art gegen die Menschenrechte ihrer verletzlichsten Volksgruppen. Die Unterstützung von Menschenrechten auf anderen Gebieten wird dann als scheinheilig entlarvt.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter info@survival-international.de oder per Telefon unter 030-72293108