Sprecher indigener Gruppen prangern Großbauern an 11 September 2008

Sprecher aus der Gemeinschaft Barro im indigenen Territorium Raposa-Serra do Sol in Brasilien haben die Zerstörung ihres Besitzes durch den Großbauern Paulo César Quartieiro am 3 September aufs schärfste verurteilt. Quartieiro gehört zu einer kleinen Gruppe einflussreicher Großbauern, die in das Land der Indigenen eingedrungen sind.

Die Sprecher beschuldigen den Großbauern, in ihr Sportzentrum eingedrungen zu sein und dabei ihr Eigentum zerstört zu haben – darunter auch eine Plakette, auf der die Demarkierung von Raposa-Serra do Sol ausgewiesen ist.

Quartieiro, der darüber hinaus auch das Amt des Bürgermeisters der nahe gelegenen Stadt Pacaraima bekleidet, hatte in der Öffentlichkeit von seinem Vorhaben gesprochen, Häuser für nicht-indigene Bewohner innerhalb des Reservats zu errichten. Damit verstößt er gegen einen Gerichtsentscheid des brasilianischen Obersten Gerichtshofes.

Die Indianer alarmierten die Bundespolizei und forderten diese auf, gegen Quartieiro vorzugehen. Eine formelle Beschwerde wurde zusammen mit einem Dokument, das 72 indigene Anführer unterzeichnet hatten, an die zuständigen Behörden gesendet.

In Raposa-Serra do Sol, das im Bundesstaat Roraima liegt, sind 18.000 bis 20.000 Indigene beheimatet:  sie gehören den Makuxi, Wapixana, Taurepang, Ingarikó und Patamona an. Die Situation dort ist sehr angespannt

Quartieiro und andere Großbauern fechten die offizielle Anerkennung des Raposa-Serra do Sol Gebiets beim Obersten Gerichtshof seit mehreren Jahren an und führen eine brutale Kamapgne  gegen die Indianer.

Unterzeichnen sie die Petition und fordern sie Brasiliens obersten Gerichtshof auf, die Ratifizierung von Raposa-Serra do Sol als Indigenengebiet aufrecht zu erhalten.

 

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