Bahnbrechend: Schwimmflügel für Buschleute in Wüstenresort 1 April 2010

"Kinder der Buschleute. © Survival"
"Kinder der Buschleute. © Survival"
© Survival

Die botswanische Regierung bezog heute Stellung gegenüber Kritikern, die ihre Politik im Central Kalahari Game Reserve (CKGR) als „unmoralisch“ bezeichnen. Dort erlaubt die Regierung den Bau von Swimmingpools in Hotelanlagen, während den dort lebenden Gana und Gwi Buschleuten der Zugang zu Wasser verwehrt wird.

Vor Ort, in der jüngst entstandenen Touristenanlage des Veranstalters Wilderness Safari inmitten des CKGR, gab der Minister für das Wohlbefinden der Buschleute, Lasstsie Biertrinken, den Plan bekannt, allen Buschleuten Schwimmflügel zu geben, „für den Fall, dass sie in den Pool fallen während sie versuchen Wasser zu trinken.“

Herr Biertrinken sagte weiter: „Diese Maßnahme zeigt deutlich, dass uns das Wohlergehen der Buschleute sehr am Herzen liegt. Jene, die der Meinung sind, dass es unmoralisch ist Urlaubsanlagen in der Kalahari zu bauen und gleichzeitig den Buschleuten den Zugang zu ihren Wasserbohrlöchern zu verwehren, möchte ich folgendes fragen: Wünschen Sie sich verschwitzte Urlauber? Es ist selbstverständlich, dass unsere Gäste sich nach einem harten Safari-Tag in den Pools erfrischen können.“

„Natürlich möchten wir verhindern, dass durstige Buschleute in die Pools stürzen und ertrinken, wenn sie sich einschleichen um Wasser zu trinken. Unsere Maßnahme soll sicherstellen, dass sie mit den notwendigen Schwimmflügeln ausgestattet sind, die sie rund um die Uhr tragen sollten. Wie die Buschleute vielleicht schon selbst erkannt haben, ist es weitaus besser für sie in die Lager zurückzukehren, in die wir sie umgesiedelt haben, anstatt darauf zu bestehen auf ihrem „angestammten Land“ in der Kalahari leben zu wollen. In den Lagern sind sie mit Trinkbarem versorgt, es gibt keinen Mangel an Selbstgebranntem oder anderen alkoholischen Getränken zu befürchten.“

Der Pressesprecher des Präsidenten, Jeff Ramsay, erklärte: „Ich hoffe, dass wir nun alle Fremden, die der Meinung sind, dass sie sich für die Belange der Buschleute einsetzen müssen, zum Verstummen gebracht haben. Wenn wir Buschleute ohne Schwimmflügel sehen, werden wir sie festnehmen.“

Der Direktor von Survival International, Stephen Corry, sagte heute: „Botswanas Regierung hat wieder einmal ihre selbstverständliche Großzügigkeit gegenüber den Ureinwohnern dieses Landes bewiesen. Die Buschleute mögen vielleicht verdursten, aber zumindest besteht keine Gefahr, dass sie ertrinken.“

 

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