BBCs 'Newsnight' untersucht die Vertreibung der Buschmänner

Das wichtigste Nachrichtenprogramm der BBC, 'Newsnight', sendete eine Reportage über die Vertreibung der Buschmänner durch die botswanische Regierung.

Von der BBC interviewt, sagte Präsident Mogae: "Wir werden ihnen [den Buschmännern] nicht erlauben im Park [dem Zentral Kalahari Wildreservat] zu jagen." Dies steht im klaren Widerspruch zu früheren Aussagen, in denen er behauptete, die Buschmänner dürften im Reservat jagen, solange sie "traditionelle Waffen" vewendeten.

"Lasst sie uns doch ‘primitiv' nennen, lasst sie uns doch ‘Steinzeitmenschen' nennen. Unsere Lebensweise passt zu uns. Wir haben ihre Entwicklung gesehen und wir mögen sie nicht", sagte Daleathwe Phetadipuo, eine Buschmann-Frau.

"Sie kamen einfach und haben die Leute gepackt und unsere Hütten abgerissen. Sie sagten, meine Kinder müssten zur Schule in den neuen Siedlungen gehen. Meine Kinder riefen und schrien, als man sie wegbrachte. Ich flehte die Regierung an, meine Kinder zu mir zurückkehren zu lassen", sagte eine andere Frau, Gakeorore Moeti.

"Wir wurden geschlagen, gefoltert und vor Gericht gestellt – weil wir Elen Antilopen gejagt hatten. Warum? Warum können wir auf unserem Land nicht mehr jagen, wie wir es seit tausenden von Jahren getan haben?", fragte ein Buschmann. Ein anderer, Chika Moeti, der jetzt in einem Zwangsansiedlungslager lebt, fügte hinzu: "Wirklich – ich will zurück in das Dorf meiner Mutter, zurück in meine Heimat. Alle diese Kneipen hier und diese ‘Einrichtungen' bedeuten mir nichts. Was mir wirklich wichtig ist, ist meine Würde. Mein Land ist meine Würde."

Die Reportage kann hier für 24 Stunden  eingesehen werden.