Britischer Staatenbund muss internatioales Gesetz respektieren 13 März 2006

An diesem Commonwealth Tag (13. Mai, Tag des Britschen Staatenbunds) ruft Survival International die Länder des Commonwealths dazu auf, endlich den Genozid an Stammesvölkern zu beenden, in dem sie entsprechende internationale Gesetze unterzeichnen. Bisher haben nur zwei Mitgliedsländer des Commonwealths – Fidschi und Dominica – das Internationale Gesetz zum Schutz der Rechte von Stammesvölkern ratifiziert; die ILO Konvention 169.

In vielen Ländern des Commonwealth leben Stammesvölker bzw. indigene Völker. Hierzu zählen z.B. Australien, Bangladesch, Botswana, Kanada, Guyana, Indien und Neuseeland. Die politischen Richtlinien der anderen Mitgliedsländer, wie z.B. Groβbrittanien, haben direkten Einfluß auf Stammesvölker durch Entlwicklungshilfe oder ihre Arbeit in der UNO. Dennoch haben sich bis heute mit Ausnahme zweier Länder alle Mitgliedsländer geweigert die Konventionen zu ratifizieren.

In der ILO Konvention 169 ist verankert: "Die Rechte auf Besitz und Eigentum der betroffenen Menschen auf das Land, auf dem sie traditionel leben, müssen anerkannt werden". Dies zwingt die Regierung entsprechende Gebiete des Landes zu identifizieren und die Rechte dort zu wahren. Zu den 17 Ländern, die die Konvention bereits ratifiziert haben, gehören Argentinien, Brasilein, Dänemark, die Niederlande und Norwegen.

Survival's Direktor, Stephen Corry, sagte heute, "Das emperialische Groβbritannien war für die Vernichtung zahlloser Stämme verantwortlich, die nun für immer von der Erdoberfläche verschwunden sind. Dies liegt in der Vergangenheit und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Heutzutage ist die Situation vieler Stammesvölker in den ehemaligen Kolonien besser als früher, doch die Zerstörung schreitet nach wie vor fort. Botswana z.B. befindet sich momentan auf dem Weg die Gana und die Gwi Buschmänner zu vernichten, und die Britische Regierung beobachtet dies ohne auch nur einer Spur von Missbiligung.

"Wenn der Commonwealth für Menschenrechte ensteht, wie er nicht nur behauptet sondern verpflichtet ist zu tun, dann ist es höchste Zeit, dass alle Mitglieder die Rechte der Stammesvölker, die bis zum heutigen Tag überlebt haben, respektieren. Alle Mitgliedsländer sollten daher das internationale Gesetze für Stammesvölker ratifizieren, bevor noch mehr Jahrhunderte vorbeigleiten und weitere Stämme in auf ewig vernichet werden."

 

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