Anführer eines indigenen Volkes erinnert an die „schrecklichen Folgen“ der ersten Begegnung 28 November 2008

Ein Anführer eines indigenen Volkes aus Ekuador sprach über die „furchtbaren Folgen“ des ersten Kontaktes seines Volkes mit der Außenwelt.

Ehenguime Enqueri Niwa, ein Mitglied der Waorani, sprach öffentlich auf einer Konferenz in Paraguay, und äußerte dort seinen Wunsch andere Völker vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren. Die Konferenz fand große mediale Beachtung.
Enqueri erinnerte sich: „Es drangen amerikanische Missionare in unser Gebiet ein. Sie zwangen uns Kleider zu tragen. Und dann kam die Polio, wir wurden alle krank. Es gelang nur 30 Männern von uns zu fliehen. Wir empfanden einfach nur Wut.
Unsere Sprache Wao wird verschwinden. Unsere Kultur wird von niemandem mehr fortgeführt. Wissen wird uns nur in Spanisch vermittelt. Wir haben das Gefühl einfach zu verschwinden.

Wir sind dagegen unkontaktierte Völker zu kontaktieren. Sie leben in Frieden, leben und ernähren sich auf ihre Art und Weise.
Genau dasselbe geschieht nun in Peru. Über Jahrhunderte konnten die Waorani ihre Gebiete verteidigen, aber nun sind sie ihrer bisher größten Gefahr ausgesetzt – der Ölsuche, der Abholzung und dem Bergbau.“

1940 fand die erste Begegnung der Waorani mit den amerikanischen Missionaren statt. Enqueris Vater war einer der ersten des Stammes, die von der Außenwelt kontaktiert wurden, und er war ebenso an einem tödlichen Zwischenfall beteiligt, in dem fünf Missionare ums Leben kamen – eine Nachricht, die zu damaliger Zeit um die Welt ging.

Die Konferenz in Paraguay wurde von der CIPIACI organisiert, einem Zusammenschluss von indigenen Organisationen zum Schutz aller unkontaktierten Völker Südamerikas.

 

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