Sicherheitskräfte schießen und töten Demonstranten 17 Oktober 2008

Die schwersten Vorfälle ereigneten sich in den südwestlichen Provinzen Cauca und Valle de Cauca, in denen ESMAD [Kolumbiens Spezialeinheit für den Straßenkampf], die Armee und Polizei indigene Menschen mit Schusswaffen, Tränengas, Panzern, Hubschraubern und sogar Macheten angreifen, um die Demonstration zu zerschlagen;‘ ließ ONIC, Kolumbiens nationale indigene Vereinigung verlauten.


Gestern wurden 12 Menschen, unter ihnen zwei Kinder, bei einem Angriff von Sicherheitskräften verletzt.


Die Demonstrationen, die in vielen Gegenden Kolumbiens stattfinden, sind Teil einer landesweiten Bewegung, koordiniert durch ONIC, die beklagen, dass die kolumbianische Regierung die indigene Bevölkerung ‚auslösche‘. Die genannten Gründe für die Proteste sind unter anderem: Die sofortige Aufhebung eines umstrittenen Gesetzes zum Bodenrecht, die Ablehnung der UN Erklärung zu den Rechten Indigener Gruppen durch die Regierung, die Opposition der Regierung gegen die Erklärung der Rechte Indigener Gruppen durch die Organisation Amerikanischer Staaten, das Widerrufen und Leugnen von (Regierungs)entscheidungen … und die Außerkraftsetzung konstitutioneller Garantien um transnationale Konzerne zu bevorteilen,‘ ‚gegen die Kriminalisierung der indigenen Bewegung‘ und ‚gegen Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.‘


In den letzten sechs Jahren, so ONIC, wurden kehr als 1 200 kolumbianische Indianer ermordet, 55 000 vertrieben und 400 000 verloren ihr Land, wodurch 18 indigene Gruppen ‚vom Aussterben‘ bedroht sind.

 

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