Indianer in Sierra Nevada geköpft 23 Dezember 2003

Zwei Arhuaco-Indianer aus Nordkolumbien wurden geköpft aufgefunden, nachdem sie von Mitgliedern der rechtsgerichteten Paramilitärs gefangengenommen waren. Die Tragödie ereignete sich nur 11 Tage nach einem Mord an einem Angestellten der örtlichen Indianerorganisation. Die Morde fanden auf dem gleichen Berg statt, auf dem eine Gruppe von europäischen und israelischen Touristen von der ELN Guerilla-Armee gekidnappt wurden.

Wie auch die Kogi- und den Arsario-Stämmen leben die Arhuaco auf dem riesigen Berg mit Namen Sierra Nevada de Santa Marta.

Trotz des friedfertigen Charakters der Indianer, ist das Gebiet seit mehreren Jahrzehnten Schauplatz von Kämpfen zwischen linksgerichteten Guerillas und den rechten Paramilitärs, bei denen die Indianer oft ins Kreuzfeuer gerieten. Die tiefergelegenen Berghänge wurden von Siedlern besetzt, von denen viele Koka und Mohn für den Drogenhandel anbauen.

Dutzende von Indianern wurden in diesem bürgerkriegs-ähnlichen Konflikt, der auf ihrem Land ausgetragen wird, getötet. Im Februar diesen Jahres wurde ein Asario-Dorf tagelang von der kolombanischen Armee bombardiert und die Einwohner in die Flucht gezwungen.

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