Prominenter Appell: Indigene im Naturschutz respektieren 22 Mai 2015

Indigene Völker wie die Soliga sind im Allgemeinen die besten Naturschützer und Wächter der natürlichen Welt.
Indigene Völker wie die Soliga sind im Allgemeinen die besten Naturschützer und Wächter der natürlichen Welt.
© Shrenik Sadalgi/Survival

In einem offenen Brief fordern indigene Organisationen, Umweltschützer und prominente Persönlichkeiten wie der US-amerikanische Wissenschaftler Noam Chomsky, einen neuen Ansatz im Naturschutz.

In dem Brief, der im Guardian veröffentlicht wurde, wird erklärt:

„Wir, die Unterzeichnenden, fordern einen neuen Ansatz im Naturschutz, der die Rechte indigener Völker respektiert, für die gesamte Menschheit.“

„Indigene Völker sind generell die besten Naturschützer; sie verwalten ihr Land seit vielen Generationen auf nachhaltige Weise. Die Zwangsvertreibung indigener Völker von ihrem Land schadet gewöhnlich der Umwelt. Solche Vertreibungen stellen Menschenrechtsverletzungen dar und sollten von Naturschützern abgelehnt werden.“

„Der preiswerteste und schnellste Weg, Gebiete mit einer hohen Artenvielfalt zu schützen, besteht darin, die Rechte indigener Völker zu achten. Studien belegen, dass auf indigenem Land die Abholzungs- und Waldbrandrate geringer und die Artenvielfalt größer ist. Die Welt kann sich ein Naturschutzmodell, das die Rechte indigener Völker verletzt, nicht länger leisten. Es schädigt nicht nur die menschliche Vielfalt, sondern auch die Umwelt.“

Unterschrieben von: Lord Avebury, Noam Chomsky, Ben Goldsmith, Zac Goldsmith MP, Tony Juniper, George Monbiot, Jonathon Porritt, Sir Ghillean Prance, Sir Tim Smit, Davi Yanomami, Greenpeace und Survival International sowie den folgenden indigenen Organisationen: ALDAW Network, Palawan (Philippinen), Associação Huni Kui da Terra Indígena Henê Bariá Namakiá – AHHBN (Brasilien), Federação do Povo Huni Kui do Acre (FEPAHC) (Brasilien), La Federación Nativa del Río Madre de Dios y Afluentes – FENAMAD (Peru), First Peoples of the Kalahari (Botswana), Hutukara (Brasilien), La Communauté des Potiers du Rwanda – COPORWA (Ruanda), Noroeste de Rondônia e Sul do Amazonas – OPIARA (Brasilien), Organização dos Povos Indigenas do Acre (Brasilien), Organization of the Agta People of Casiguran – SAKBIBI (Philippinen), Programme d’Intégration et de Développement du peuple Pygmée au Kivu – (PIDP) (Demokratische Republik Kongo), Taluk Soliga Abhivrudhi Sangha (Indien) und Zila Budakattu Girijana Abhivrudhi Sangha (Indien).

Das Schreiben stellt die 5 Grundsätze des Naturschutzes dar, auf der Survivals Kampagne „Eure Wildnis, Unser Zuhause“ beruht. Mit der Kampagne mobilisiert Survival gegen Misshandlungen, die an indigenen Völkern im Namen des „Naturschutzes“ begangen werden.

Baka-„Pygmäen" im Südosten von Kamerun sind Verhaftungen, Schlägen und Folter durch Wildhüter ausgesetzt, die vom WWF finanziert und unterstützt werden. Buschleute in Botswanas Central Kalahari Game Reserve werden fürs Jagen kriminalisiert, mit dem sie lediglich ihre Familie ernähren. Und indigene Völker in Indien werden im Namen des Tigerschutzes illegal von ihrem angestammten Land vertrieben.

-Erfahren Sie mehr über Survivals Kampagne „Eure Wildnis, Unser Zuhause“

 

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