Massaker an Stammesangehörigen in Orissa 5 Januar 2006

Am Montag starben mindestens zwölf Stammesangehörige, nachdem die Polizei das Feuer auf eine Menschenmenge in Kalinganagar im indischen Staat Orissa eröffnet hatte.

Die Menschen, hauptsächlich Angehörige des Ho-Stammes, protestierten gegen die umstrittenen Pläne des Baus eines Stahlwerks auf ihrem Land. Das Werk ist eine von mindestens 30 Bergwerk- und Metallindustrieprojekten, die von der Landesregierung Orissas auf Stammesgebieten durchgesetzt werden.

Bulldozers begannen am Montag Morgen, in Begleitung von lokalen Beamten, Vertretern der Firma Tata Steel und hunderten von bewaffneten Polizisten, eine Mauer auf dem Gelände zu errichten.

Orissa hat eine große und facettenreiche Stammesbevölkerung. Tausende von Stammesangehörigen in diesem Staat haben bereits ihr Land an Industrialisierungsprojekte verloren, und in den letzten zwanzig Jahren wurden weitere Tausende durch Staudämme vertrieben, die die Metallwerke mit Strom und Wasser versorgen sollen.

Auch ein Polizist wurde im Konflikt in Kalinganagar getötet.


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