Virginia Indianer in Großbritannien um englischer Besiedlung vor 400 Jahren zu gedenken

Eine Gruppe von Indianern aus Virginia (USA) werden für morgen im englischen Gravesend – der Ruhestätte von Pocahontas – erwartet, um der Gründung von Jamestown, der ersten dauerhaften englischsprachigen Siedlung in der Neuen Welt, zu gedenken.

"Das Jamestown Jubiläum soll nicht nur eines sehr wichtigen Ereignisses gedenken, sondern auch eine mahnende Erinnerung an die Verwüstungen sein, die die Nordamerikanischen Indianerstämme während der letzten 400 Jahre erfahren haben. Dieser Wahnsinn setzt sich bis heute fort – die Innu im Osten Kanadas, die mit den Virginia Indianern verwandt sind, wurden im 21. Jahrhundert ihres Landes beraubt", sagte Survival's Direktor Stephen Corry heute.

Seit nunmehr 40 Jahren werden die Innu von ihrem Land vertrieben und gezwungen in sesshaften Gemeinden zu leben. Diese Gemeinden verzeichnen extrem hohe Raten von Alkoholismus, Gewalt und Benzin-Schnüffeln von Kindern, sowie eine Rekordzahl von Selbstmorden.

Die Virginia Indianer werden u.a. am Virginia-Indianer-Festival in Kent teilnehmen, Schulen, Kirchen und die Universität von Kent besuchen, bevor sie sich dann in London mit britischen Parlamentariern treffen. Ihr Besuch ist der erste einer offiziellen Virginia-Indianer Delegation in England seit mehr als 250 Jahren.

Drei Schiffe verließen London im Dezember 1606 und erreichten Virginia im April 1607. Jamestown wurde kurz darauf gegründet. Der Besuch der Indianer markiert den Beginn einer Reihe von Gedenkveranstaltungen in England und den USA in 2006/2007. Die Veranstaltungen in Großbritannien werden vom Stadtrat von Kent koordiniert. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier (Englisch).

Bitte kontaktieren Sie Miriam Ross unter (+44) (0) 20 7687 8734 oder per email unter mr@survival-international.org