Sri Lanka: Survival fordert UN zum Einsatz für die Wanniyala-Aetto auf 13 März 2013

Viele Wanniyala-Aetto wurden zu Geldstrafen verurteilt, weil sie in ihrem eigenen Wald auf die Jagd gingen. Manche wurden erschossen.
Viele Wanniyala-Aetto wurden zu Geldstrafen verurteilt, weil sie in ihrem eigenen Wald auf die Jagd gingen. Manche wurden erschossen.
© Survival

Am 15. März wird der UN-Menschenrechtsrat (UNHRC) die Menschenrechtslage in Sri Lank diskutieren. Zu dieser Gelegenheit wird der asiatische Staat voraussichtlich wegen schlimmer Menschenrechtsverletzungen stark in die Kritik geraten. Dennoch bleibt eine Gemeinde bei der internationalen Kritik an Sri Lanka oft unbeachtet: die indigenen Wanniyala-Aetto.

Den Wanniyala-Aetto – die Außenstehenden üblicherweise unter dem Namen Veddah bekannt sind – fällt es immer schwerer, auf dem, was von ihrem Land übrig bleibt, zu überleben. In den 1950er Jahren wurde ihr Gebiet durch singhalesische Siedler erschlossen und der Wald und die Jagd-Gebiete des indigenen Volkes wurden planiert oder überschwemmt. 1983 wurde auf ihrem letzten Zufluchtsorts im Wald der Maduru Oya-Nationalpark gegründet. Die Wanniyala-Aetto wurden in Dörfer zwangsumsiedelt und es wurde ihnen verboten, den Park ohne Genehmigung zu betreten. Das Jagen im Park wurde ihnen ebenfalls untersagt. Und immer noch verlieren sie ihr Land an Außenstehende, die weiterhin im Gebiet angesiedelt werden.

Wegen des Verlustes ihrer Wälder und der Gründung des Nationalparks wurden die Wanniyala-Aetto ihrer Lebensgrundlage und vielem, das ihrer Existenz Sinn gibt, beraubt. Alkoholismus und geistige Erkrankungen sind heute weitverbreitet. Viele Wanniyala-Aetto werden von den Parkwächtern belästigt und von den Siedlern diskriminiert. Einige Wanniyala-Aetto wurden auf ihrem angestammten Land getötet, geprügelt oder festgenommen – trotz des Versprechens des Staatspräsidenten, dass sie für ihren eigenen Lebensunterhalt jagen dürfen.

In einem tödlichen Unfall im März 2012 wurde ein 26-jähriger Wanniyala-Aetto, Tale Warige Sunila, wegen “Wilderei” auf seinem angestammten Land im Park von einem Parkwächter erschossen. Er besaß eine Genehmigung, die ihm erlaubte sich im Park aufzuhalten, aber nicht zu jagen. Im Laufe der letzten Jahre sind drei weitere Wanniyala-Aetto, die alle eine Genehmigung hatten, getötet worden, weil sie in ihren angestammten Wäldern gejagt hatten.

Survival International hat den UN-Menschenrechtsrat aufgefordert, an Sri Lankas Regierung zu appellieren, damit sie “die Rechte der Wanniyala-Aetto anerkennt, auf ihrem angestammten Land innerhalb des Parks zu leben, für ihren eigenen Bedarf zu jagen und Wald-Produkte zu sammeln, sowie denjenigen, die es möchten, eine Rückkehr zu erlauben”. Außerdem hat Survival den UNHRC aufgefordert, “an die Regierung von Sri Lanka zu appellieren, damit diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden, die für Morde und Belästigungen Angehöriger der Wanniyala-Aetto, die ihr traditionelles Land betreten haben, verantwortlich sind”.

Lesen Sie hier den gesamten Antrag. (PDF, Englisch, 53 KB)

 

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